Das einsame Mädchen ist gar nicht so

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Was die meisten Zuseher und Kommentatoren schon lange vermutet hatten – dass das alles zu schön und professionell war, um wahr zu sein – hat sich nun als richtig herausgestellt: Am vergangenen Wochenende haben die Macher von

, zwei Filmemacher, die sich „The Creators“ nennen, in einem Diskussionsboard auf der Fanpage von lonelygirl15 einen offenen Brief an die Fangemeinde gestellt.

Darin bedankten sie sich bei ihren Hardcore-Fans dafür, dass sie ihnen geholfen hätten, aus Lonelygirl15 das zu machen, was sie jetzt ist: eine ganz neue Kunstform, die auf Interaktivität, dem Internet und Vlogs basiere. Dabei betonten sie ausdrücklich, dass sie nicht zu einer großen Medien-Firma gehörten, sondern unabhängige Filmemacher seien, die an dieser neuartigen Kunstform arbeiteten. Demnächst, so haben sie ebenfalls angekündigt, werden sie eine Webseite launchen, auf der Ton- Video und Textdateien das wachsende Kunstwerk „lonelygirl15“ begleiten. Damit sind mehrere Monate von Verschwörungstheorien, Diskussionen um das technische Vermögen einer 16jährigen und die ominöse Religionszugehörigkeit der jungen Dame, die sich „Bree“ nennt, plötzlich vorbei. Einige Fragen bleiben jedoch weiter ungeklärt: Ist das Projekt Kunst und Werbung a la „Blair Witch Project“? Wie heißt die Darstellerin von Bree, welche Religion soll das sein, die die Anbetung des Okkultisten Aleister Crowley beinhaltet und werden die Videos weiterhin so hohe Click-Raten haben, wie bisher? Liest man in den verschiedenen Diskussionsforen im Internet die Meinungen der User durch, kann man beruhigt sein: Obwohl jetzt eigentlich klar sein sollte, dass lonelygirl15 ein Fake ist, werden die Verschwörungstheorien nicht weniger. Sondern eher mehr. Die Geschichte ist also nicht vorbei und alle krassen Medientypen wissen jetzt, dass Viral Marketing im Internet gut funktionieren kann.

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