Die berühmteste Formel der Welt

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Illustration: Julia Schubert

www.einstein-online.info Er war frische 26 Jahre alt und ein Genie – nur wusste das damals noch keiner. Heute ist es genau 100 Jahre her, dass Albert Einstein seine Spezielle Relativitätstheorie bei dem Fachblatt „Annalen der Physik“ einreichte: Am 30. Juni 1905 hatte Einstein dem Blatt insgesamt fünf Artikel gesandt, einer davon („Zur Elektrodynamik bewegter Körper“ hieß er) enthielt die Grundlagen seiner bahnbrechenden Theorie. Kurz nach der Veröffentlichung am 26. September 1905 fiel Einstein eine Konsequenz seiner Relativitätstheorie auf, die zur berühmtesten Formel der Welt führte: E=mc2 Allerdings blieb die Tragweite seiner Entdeckung zunächst ohne Folgen für Einstein, der damals als „Experte III. Klasse“ – ja, solche Berufsbezeichnungen gibt es – am „Eidgenössischen Amt für geistiges Eigentum“ – ja, auch solche Ämter gibt es – arbeitete: Er war nichts anderes als ein kleiner Patentbeamter. Von seinem Talent ahnte kaum jemand etwas; selbst die ersten Veröffentlichungen in den „Annalen der Physik“ blieben weitgehend unbeachtet. Einstein hatte nach der Uni nicht einmal eine Assistenten-Stelle ergattern können. Später sollte er das ein großes Glück nennen: Das eintönige und ruhige Lebens eines Beamten habe seine Kreativität nur beflügelt, sagte er im Jahr 1933 – und empfahl jungen Leuten, doch auf Leuchttürmen zu arbeiten, wenn sie über „wissenschaftliche Probleme, vor allem mathematischer und philosophischer Art“ nachdenken wollen. Was zum Teufel ist die Relativitätstheorie denn nun? Ehrlich gesagt: Keine Ahnung. m ist die Masse, schon klar, E ist die Energie, aber für das c brauche ich schon den Publikumsjoker – ach, danke sehr, es ist die Lichtgeschwindigkeit. Wer genauso blank ist – einfach bei „Einstein für Einsteiger“ nachsurfen, einer schönen Internetseite des Max-Planck-Instituts für Gravitationsphysik. Es trägt übrigens den Ehrennamen „Albert-Einstein-Institut.“

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