Die beste Photobomb der Welt

Ein Affe schnappt sich eine Kamera und knipst sich selbst. Alle lachen. Aus diesem Anlass eine schnelle Betrachtung des Phänomens "Animal Photobomb"
yvonne-gamringer

Ein paar Terrabyte auf den Internetservern dieser Welt sind mit interessantem Schwachsinn belegt. Mit sogenannten Photobombs. Das sind Bilder, die anders geworden sind als gedacht. Man sieht dann junge Damen auf einer Party posen, während im Hintergrund ein sonnenverbrannter Junge eine Grimasse zieht. Die Aufnahmen sind wie Suchbilder, es verbirgt sich immer irgendwo irgendein Fehler. Den kann man suchen (dauert meistens nicht lange) und dann kann man lachen. Die Kategorie Photobomb gibt es auch für Tiere. Auf allerhand Bildern tauchen Viecher auf, die da gar nicht hätten sein sollen. Das bisher beste und bekannteste Exemplar einer Animal Photobomb hat Melissa Brandt im Jahr 2009 von einem Wanderausflug mit ihrem Partner zurückgebracht. Die beiden wollen sich gerade am Ufer eines Sees in einem Nationalpark mit dem Selbstauslöser fotografieren, als sich ein Eichhörnchen in den Bildvordergrund stellt:



Fast zwei Jahre sind nach dieser berückenden Aufnahme vergangen, ehe in England am Dienstag ein Foto auftauchte, das fast noch reizvoller als das Eichhörnchen ist. Der Fotograf David Slater war auf der indonesischen Insel Sulawesi unterwegs und stieß auf eine Gruppe von Schopfmakaken. Einer der Makaken schnappte sich die Kamera des Fotografen, spiegelte sich im Objektiv und drückte ziemlich oft auf den Auflöser. Herausgekommen ist nun das hier:



Zugegeben, eine echte Animal Photobomb ist es nicht, weil der Hauptdarsteller in diesem Fall - und das ist schon wirklich selten - den Auslöser selbst gedrückt hat. Dennoch haben Kollegen bereits das Potential des Selbstportraits erkannt. Vor zwei Jahren hatten findige Menschen den "Squirrelizer" erfunden, mit dem sich jeder sein eigenes Eichhörnchen in das Bild der Wahl montieren konnte. Die "Huffington Post" hat schnell reagiert und ausprobiert, was wäre, wenn es denn nun einen Monkeynizer gäbe: Die User wurden aufgefordert, den Slater-Affen in andere denkbare Szenen zu montieren, in denen er sich gut als Photobomber machen würde. Weiter unten ein Beispiel aus der Reihe. Alle weiteren Einsendungen, in denen der Makake nun den Grüß Gott-August macht, sind hier nachzusehen.



Wer nun Dank David Slater sein Herz für Animal Photobombs entdeckt hat, dem sei noch diese Seite ans Herz gelegt. Die Katze und die Robbe zum Beispiel!

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