Die Invasion der Frühlingsflirter: 10 Gründe dagegen!

Die Temperaturen steigen, der Hormonspiegel auch. Es ist die Zeit der eifrig turtelnden Paarungswilligen und des exzessiven Rummachens in der Öffentlichkeit. Doch irgendwann ist Schluss. 10 Gründe, warum Frühlingsgefühle nerven
petra-ebenschwanger

Man sieht sie typischerweise in Straßencafés, in öffentlichen Verkehrsmitteln oder in unmittelbarer Nähe sonniger Grünflächen. Doch die Gefahr, ihnen nichtsahnend in die Arme zu laufen, lauert an jeder Straßenecke. Und da stehen sie dann. Vorwiegend im Doppelpack und kennzeichnend für ihre Spezies meist in eng umschlungener Haltung oder mit mimischen Verrenkungen eindeutige Balzsignale aussendend: die Frühlingsflirter.

Hurra, der Lenz ist da: Verliebte Pärchen stellen mal wieder ihre Frühlingsgefühle zur Schau. Und wir sind genervt. (Foto: dpa) Jahr für Jahr, pünktlich, wenn die Natur aus dem Winterschlaf erwacht und sobald die ersten warmen Sonnenstrahlen hervorblitzen, kommen sie wieder zum Vorschein. Wie die Zugvögel, die in Nordafrika überwintern, scheint sich die Gattung der Schmusepärchen statt über den Dächern eines fremden Kontinents in den Städten einzunisten, um, ähnlich einer Heuschreckenplage, ihren Artverwandten ordentlich zuzusetzen. Die Invasion der Turteltäubchen sozusagen. Wer keiner von ihnen ist, sucht bei ihrem Anblick schnellstmöglich das Weite. Denn in der Tat kann die durch den Frühling hervorgerufene emotionale Hochkonjunktur ganz schön nerven. Warum ist klar. 1. Weil einem der Kellner im Eiscafé immer noch jedes Mal versucht, den Eisbecher für Verliebte anzudrehen. Und das auch, wenn man alleine kommt! 2. Keine Parkbank ist mehr frei. Und sich bei einem der turtelnden Pärchen dazuzusetzen geht auch nicht. Denn wenn man dessen Intimsphäre zu wahren versucht, hätte man eh nur noch Platz für eine Pobacke. 3. Weil sich die leise Vermutung einschleicht, von dem schrillen „Der David ist sooo toll“, das einem die beste Freundin repetitiv bei jedem Telefonat spätestens alle drei Minuten ins Ohr krakeelt, einen chronischen Tinnitus davonzutragen. Und sie trotz harter Bemühungen kein anderes Gesprächsthema (Was machen wir heute Abend?; also mein Tag war ganz schön stressig; Melanie hat den Job jetzt doch bekommen) von ihrer Kernaussage ablenkt. 4. Der aus Frust über so viel Friede, Freude, Eierkuchen angezettelte Streit mit dem Bahn-Mitarbeiter um die Unverschämtheit, warum denn bitteschön die Single-Tageskarte umgerechnet teurer ist als die Partner-Tageskarte, kann ziemlich unangenehm enden. 5. Weil verliebte Pärchen scheinbar einen Sensor besitzen, der dafür sorgt, dass sie sich im Park immer genau auf den Fleck in der Wiese setzen, den man sich auch gerade ausgesucht hat. Halbnackte Männer an der Ampel, Knutscher in der U-Bahn? Die Gründe 6 bis 10 auf der nächsten Seite.


6. Chronische Händchenhalter, generell gerne in Massen anzutreffen, sammeln sich in der Fußgängerzone zu einem undurchdringlichen Wall an, der für gestresste Einzelkämpfer kaum zu umgehen ist und gerne dazu führt, dass man die S-Bahn leider doch nicht erwischt. 7. Weil dank Vogelgezwitscher, Blumensprießen und Sonnenschein zwar die Flirtbereitschaft steigt, das Niveau der Anmachsprüche aber nicht. 8. Während man selbst Zuhause solch sinnvollen Tätigkeiten wie dem Frühjahrsputz nachgeht, fahren die befreundeten Turteltäubchen in den Urlaub, zum Wellness – Frühlingspauschale für Verliebte sei Dank. 9. Weil man sich, dicht an dicht gedrängt in der überfüllten U-Bahn, bei penetranten Schmatzgeräuschen vom nebst der eigenen Ohrmuschel stehenden Pärchen beim besten Willen nicht mehr auf die Musik aus dem Ohrstöpsel konzentrieren kann. 10. Testosterongeplagte Möchtegern-Gigolos, die an der Ampel vom heruntergekurbelten Fenster ihres Golfs aus nichtsahnende Fahranfängerinnen im Nachbarwagen mit vermeintlich sexy Augenbrauen-Gezucke und Küsschen-Zuwerfen penetrieren, blockieren die Straße und behindern den Verkehr.

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