Die liebsten Band-T-Shirts der jetzt.de-Redaktion

Es ist vielleicht das wichtigste Kleidungsutensil überhaupt. Immer, auch im Winter. Nur: jetzt, wenn endlich wieder die Sonne scheint, können wir wieder allen zeigen, wie es so um uns steht. Mit unseren Band-T-Shirts – ganz ohne diese nervigen Schichten aus Pullovern, Schals, Strickjacken und Mänteln.
roland-schulz

Kein anderes Kleidungsstück transportiert so schnell und sicher, was für ein Mensch da in der Hülle steckt. Alles andere ist Zufall: die gerade sehr angesagte Jeansfirma erkennen nicht alle, das lustige T-Shirt mit Sinnspruch ist nach zwei Wochen peinlich, das Allerwelts-Hemd langweilig. Das Band-T-Shirt dagegen hat eine einfache, unverwechselbare Botschaft, die niemanden durcheinander bringt. Und deshalb wachsen seit Jahren die Stapel im Kleiderschrank. Wir tragen diesen sichtbaren Beweis, der uns als Kenner der Materie ausweist, es ist das einfachste Mittel der Distinktion und sehr viel schneller, als in Gesprächen unser gesammeltes Indie-Wissen an den Mann zu bringen. Außerdem tun wir Gutes damit. Nicht erst seit dem großen Geschrei der Musikindustrie wissen wir, dass Bands ihren eigentlichen Umsatz schon lange nicht mehr mit dem Verkauf von Platten, sondern mit Konzerten und Merchandising machen. Klar, wir könnten auch die aktuelle CD am Stand kaufen, aber das Shirt kostet nicht viel mehr und wir haben mehr davon. Denn es ist unser Beweis dafür, dass wir da waren. Vielleicht, als noch niemand sonst die Band kannte. Wir wissen, wenn wir es tragen, was wir dafür auf uns genommen haben. Wie wir der Lieblingsband nachreisten, Strapazen ertrugen und diese Jagdtrophäe nach Hause trugen. Das Band-T-Shirt kauft man, das ist Ehrensache, nicht beim Textil-Discounter. Wir tragen auch keines einer uns unbekannten Band, nur weil es so schick aussieht. Und mit diesem T-Shirt transportieren wir (zur Abwechslung) auch niemals Ironie. Sondern nur Liebe und Bewunderung.

Auf den nächsten Seiten siehst du die liebsten Band-T-Shirts der jetzt.de-Redaktion. Außerdem kannst du hier die Frage beantworten: Welcher Musikshirt-Typ bist du?


Sie müssen verwaschen sein und der Aufdruck längst abgeblättert - und natürlich an dieses Wahnsinns-Konzert damals in Dingsbumms-weißt-schon erinnern: Band-T-Shirts sind konservierte Erinnerungen. Und sehen außerdem wunderbar aus - wunderbar beschissen oder wunderbar gut. Die jetzt.de-Redaktion hat ihre liebsten Band-T-Shirts mit in die Arbeit gebracht und stellt sie hier vor - präsentiert auf unserem eigenen Catwalk auf der Feuertreppe im obersten Stock, über den Dächern von München, von unser Lieblings-Model-Redakteurin. 1.

Tocotronic, unterwegs in der Wildnis. Klassiker, geschenkt bekommen. 2.

Ist schon lange tot: Laurel Aitken, der Godfather des Ska. Seine T-Shirts im Lonsdale-Style waren immer sofort weg. Mit dem hier hat er sich Mitte der 90er im Augsburger Kerosin höchstpersönlich den Schweiß abgewischt. Rudeboys! 3.

Wir kommen, um uns zu beschweren. Tocotronic, Hochphase. Warum sind so viele Band-T-Shirts für melancholische Oberstufen-Schüler eigentlich in diesem Krikel-Krakel-Stil?


4.

The Man in Black. Hier allerdings in der Mädchen-Ausführung: Lady in Pink. Aber gegen Johnny Cash aka Gott himself darf niemand was sagen. 5.

Tocotronic, diesmal trashig. Konzert war spitze. "Tour 05" klingt allerdings jetzt schon wie 30-jähriger Krieg. 6.

Ryan Adams im Hippie-Style. Redakteur kann sich nicht mehr erinnern, wann und wo das Konzert war. Nur wie: gut.


7.

Sie gehören zu den besten und geilsten und tollsten - und, klar, kein Mensch kennt sie: Desorden Publico aus Venezuela. Großartige Ska-Band. Von der "Prisonero del Vietcong"-Tour. Vielleicht hieß sie aber auch ganz anders. 8.

In sanften Farben: Le Tigre. 9.

Tolle Frauen, tolles T-Shirt, tolle Musik: Die Spice Girls. Der Redakteur, der dieses T-Shirt mitbrachte, will anonym bleiben. Er fürchtet, die üblichen Bundesbedenkenträger aus dem Kosmos könnten sonst nörgeln.


10.

Deep down mit den Jungs, Beat an und dann Gangstarrs Stimme: Das ist Hiphop. Gekauft bei der "Step in the Arena"-Tour. Wollte mal jemand für 30 Euro abkaufen. Geht gar nicht. 11.

Nochmal Hiphop, diesmal von den auch sehr tollen PuppetMastaz. ODer Puppet Mastasz? Oder Puppet MasterZ? Weiß kein Mensch, wie man die richtig schreibt. Wahrscheinlich ist auch das T-Shirt falsch bedruckt. 12.

Wäre auch ein gutes T-Shirt für Suicide Commando oder irgendeine andere Düster-Taschentuch-raus-und-Venen-auf-Band. Ist aber von, tja, mhmmm, was soll das nur über die Redaktion aussagen - Tocotronic.


13.

Superpunk. Super T-Shirt auch. 14.

Das ist ein echtes Liebhaber-Stück, bitteschön. Dafür (und für das Konzert) reiste der Besitzer in die tiefste schwäbische Provinz, hat aber nicht geschadet. Freakwater ist nämlich großartig. 15.

Sieht nach einer wilden Heavy-Metal-Band aus. Stimmt aber gar nicht. Ist von Demented Are Go, einer 1A-Psychobilly-Band, "Queen of Disease"-Tour, man beachte den neongelben Rotz, der der T-Shirt-Figur aus der Nase läuft.


16.

O.K., ein bisschen einseitig sind wir - schon wieder Tocotronic. Beziehungsweise: wir wissen eben, was gut ist. Tocotronic nämlich. 17.

Noch einmal Le Tigre, diesmal in zartblau. Diese Band weiß, welche Farben Freude machen.

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