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Bild: jetzt.de Mal angenommen, wir würden alle in kleinen, flachen Hartplastikeiern wohnen – in bunten Gehäusen mit einem viereckigen Fenster zum Rausgucken. Meistens wäre es dann ziemlich langweilig, und wir würden jedes Mal vergnügt quieken, wenn unser Herrchen / Frauchen uns was zu Essen hinwürfe oder ein bisschen mit uns spielte. Ein richtiges Klo hätten wir nicht, und es würde immer ziemlich stinken, bis Herrchen / Frauchen käme, unser Ei sauber zu machen. Dann würden wir wieder quieken. Wir würden essen, kacken und uns in unseren Hartplastikkäfigen immer einsamer fühlen. Irgendwann würden wir dann langweilig für Herrchen / Frauchen. Wir würden sterben und in Vergessenheit geraten. Ein Scheiß-Leben wäre das! Genau so haben bis heute alle Tamagotchis dieser Welt gelebt und gelitten. Amnesty und sogar die PETA sahen tatenlos zu. Doch ab März wird alles anders. Dann kommen in Japan neue Tamagotchis mit Infrarot-Schnittstelle in die Handlungen, und unsere kleinen Freunde können sich endlich auch mal gegenseitig auf die Nerven gehen. Sie verabreden sich, sie verlieben sich, und sie bekommen Kinder. Und während alledem müssen sie nichts tun in ihren bunten Eiern, außer mal mehr, mal weniger vergnügt zu quieken. Herrchen (/Frauchen) versorgt sie schon. Ein Leben aus Party, Sex und Fressen. Wer möchte da nicht in einem kleinen, flachen Hartplastikei wohnen?