Ein Schattenriss auf Stein - die atomare Apokalypse

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Foto zdf.de Von den Menschen bleibt nicht mehr als ein Schattenriss auf Stein oder Metall. Binnen weniger Sekunden wird in einem Feuerball alles Leben im unmittelbaren Umkreis ausgelöscht. Am 6. August 1945 um 8:15 Uhr Ortszeit klingt der amerikanische Langstreckenbomber "Enola Gay", eine „Spezialbombe“ über der japanischen Stadt Hiroshima aus. In einem historischen Doku-Drama „Hiroshima“ zeichnet Regisseur Paul Wilmshurst, mit aufwühlender Intensität nach, wie es dazu kam und welche Folgen der Atombombenabwurf hatte. „Informieren und Provozieren“ Der Film enthält viel Archivmaterial ist aber nicht eine Dokumentation im klassischen Sinn. Wilmshurst will mit diesem Film „informieren und provozieren“. Durch nachgestellte Szenen der historischen Ereignisse wird dem Zuschauer vor Augen geführt, was durch das historische Material nicht gezeigt werden kann. Das tatsächliche Ausmaß der Katastrophe, die Erfahrung einer Kernwaffenexplosion am menschlichen Leib, wird nun durch die Schauspielszenen des Doku-Dramas greifbar. Little Boy Auch Zeitzeugen kommen zu Wort: die Crewmitglieder des amerikanischen Bomber, der die auf den Namen „Little Boy“ getaufte Bombe abwarft, aber vor allem auch japanische Opfer des Atomangriffs. Ihre Erlebnisberichte vermitteln auf eindringliche Weise, mit welcher Urgewalt die Bombe Leben vernichtete, das gesamte Dasein der Menschen erschütterte, wie nahe Trostlosigkeit und Menschlichkeit in jenen Tagen beieinander lagen. Und dennoch bleibt die Hoffung, dass ihr Beispiel eine Mahnung für die restliche Menschheit ist. Doku-Drama „Hroshima“ von Paul Wilmhurst läuft heute Abend im ZDF um 20:15 Uhr

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