Fast Food goes sozialbewusst

Jahrelang haben sie die Bösen gespielt.
meredith-haaf

Jahrelang haben sie die Bösen gespielt. Die dicken Kinder, die Rodung der Regenwälder, die gesättigten Fette und die Kalorien im Salat – all das haben McDonalds und Burger King geschultert. Nun sind sie nicht länger bereit, sich geißeln zu lassen. Die Fast Food-Ketten gehen zum Frontalangriff über. Ein gutes Jahr nach dem Start der unsäglichen „Ich Liebe Es“ Kampagne, die uns beibrachte, ein Burger hätte mehr Vitamine als ein Bioapfel, weist McDonalds auf eine weitere gesundheitsfördernde Maßnahme hin. In Großbritannien nämlich bildet der Konzern Fußballtrainer aus. Jungs zwischen 7 und 14 Jahren können sich einen Verein suchen, der von McDonalds gesponsert wird und sich ihre Ausbildung bezahlen lassen. Big Macs machen jetzt also nicht nur schlank, sie machen auch sportlich. Nicht minder gesellschaftlich engagiert zeigt sich Burger King. Gemeinsam mit der Jugendzeitschrift YAM! verlost das Unternehmen zehn Ausbildungsplätze in der Systemgastronomie. Wo die Politik versagt, greift voller Tatendrang der Burger King ein. Leute, zeigt euren Dank. Die Zeiten des Sozialstaats gehen zu Ende. An die Arbeit und auf zum Mäckie.

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