Für Pakistan

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Seit Samstag letzter Woche ist das Krisengebiet Kaschmir auch noch ein Katastrophengebiet. In den Nachrichten werden Luftbilder von Lehm- und Betonresten gezeigt, von denen gesagt wird, das hier mal ein Dorf stand und die Meldungen werden ständig aktualisiert, um den ständig nach oben korrigierten Opfezahlen gerecht zu werden. 7,7 auf der Richterskala, 25 Tonnen Hilfsgüter, 200 000 Zelte, drei Tage Staatstrauer: Durch diese Zahlen wird vergeblich versucht eine Jahrhundertkatastrophe zu quantifizieren. Und doch machen die Nachrichten aus den versehrten Landstrichen, die Szenen von Schmerz und Fassungslosigkeit möglich, was bis vor kurzem noch undenkbar war: Erb- und Erzfeind Indien schickt zum ersten Mal eine Hilfslieferung zu den sonst verhassten Nachbarn und der wichtigste Verband von Guerillagruppen der Region hat inzwischen einen Waffenstillstand ausgerufen. Und nur im Angesicht solcher Urkatastrophen konstituiert sich auch das Phantom namens Weltgemeinschaft und spendet freigiebig Geld- und Sachhilfe. Hier kann jeder online seinen Teil dazu beitragen.

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