Fußball am 4. Juli 2004

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Fotos: robocup.org Als Fußball-Agnostiker ist man dieser Tage ja ganz schön am Arsch. Selbst Leute, die sich normalerweise nicht dafür interessieren, wollten in den vergangenen Tagen ständig über die portugiesische Abwehr und die griechische Ersatzbank fachsimpeln. Dabei gibt es doch auch andere spannende Wettkämpfe, in denen Mannschaften gegeneinander antreten – oder vielmehr antreten lassen. Zum Beispiel den ebenfalls in Portugal stattfindenden RoboCup, bei dem über 160 Teams aus 30 Ländern ihre selbstgebauten Maschinen gegeneinander ins Rennen schicken. Für Deutschland starten in Lissabon Mannschaften mit so hammermäßigen Namen wie „Brainstormers“ (Uni Osnabrück), „FU-Fighters“ (FU Berlin) oder „Mainz Rolling Brains“ (Uni Mainz). Wer in Disziplinen wie RoboCup Soccer oder RoboCup Rescue am Ende die Meisterschaft erringen wird, entscheidet sich am heutigen Final-Tag. Zu hoffen ist nur, dass sich die blitzgescheiten Programmierer in den anschließenden Interviews eher in der ihrer Branche eigenen Schüchternheit üben – und nicht unterlasslos selbstgefälligen Schwachsinn reden wie... na, sagen wir mal: Otto Rehhagel. Für Fußball-Historiker gibt es heute im Deutschland-Radio einen besonderen Genuss: Am Nachmittag wird die Original-Hörfunkreportage des Weltmeisterschafts-Endspiels von Bern im Jahre 1954 noch einmal übertragen. Die Sendung beginnt - wie das Spiel vor 50 Jahren - exakt um 16.53 Uhr.

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