Gegen Gebühren

„Jetzt gilt es“ sagen die Studienvertreter der Universitäten und rufen heute zur Demonstration gegen Studiengebühren in
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Illustration: Julia Schubert

„Jetzt gilt es“ sagen die Studienvertreter der Universitäten und rufen heute zur Demonstration gegen Studiengebühren in Düsseldorf, Stuttgart und Bamberg auf. Denn morgen beginnt im Nordrhein-Westfälischen Landtag die erste der Lesungen, die abschließend über das neue Hochschulgesetz entscheiden sollen. Danach wird das Studium ab dem ersten Semester gebührenpflichtig. Auch Bayern und Baden-Württemberg wollen in den nächsten Wochen einen Beschluss fällen. Die Demo-Veranstalter erwarten mehrere Tausend Studenten, Schüler und Eltern, die für ein gebührenfreies Bildungssystem auf die Straße gehen. Durch das neue Gesetz, befürchten sie, werde eine soziale Selektion in der Bildung gefördert. Vor allem kritisieren die Demonstranten, dass nun auch Bafög-Empfänger nicht mehr vollständig von den Gebühren ausgenommen sind. Wird das Gesetz in den Bundesländern verabschiedet, könnte es für die neuen Erstsemester an den Hochschulen schon ab dem kommenden Wintersemester umgesetzt werden. Bis zu 500 Euro wären dann pro Semester und Student fällig. Als Ausgleichsmodell soll es für die Studierenden zinsgünstige Bankkredite geben. Los geht es in den einzelnen Städten zwischen 12.00 und 13.30 Uhr mit einem Demonstrationszug. Abschließend ist eine Kundgebung mit Unterstützern von verdi, der Bildungsgewerkschaft, Vertretern der Universitäten und dem Aktionsbündnis gegen Studiengebühren geplant. Bundesweit soll es noch weitere Demonstrationen geben.

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