Gut erfunden: Wie Bushido, Lukas Podolski und Ursula von der Leyen flirten

Frühling ist´s und alle flirten, jetzt sogar im Kino. Und die Promis? Machen natürlich alles anders. Zehn schnelle Mutmaßungen über die Flirt-Taktiken berühmter Promis, vollkommen willkürlich ausgesucht und noch willkürlicher erfunden.
durs-wacker

Lukas Podolski: Dringt in die direkte Umgebung der Angebeteten vor und lungert dann so lange im Strafraum herum, bis er zum Abschluss kommt. Von Journalisten befragt, sagt er danach: „Ich mach das Ding rein und fertig.“

Ursula von der Leyen: Kommt an, singt ein wenig Krippenspiel („Sind zwei arme Leut`, die Frau gebiert ein Kindlein heut`“), dabei die ganze Welt um den kleinen Finger und ein paar kleine Babys einfach nur so wickelnd, sieht dabei super aus und schlägt den Angebeteten schließlich mit zehn laufenden Metern nebenbei aus dem Ärmel geschüttelten Gesetzesvorlagen nieder und so in ihren Bann. Alle anderen Frauen fühlen sich, vermeldet die Deutsche Presse-Agentur, „düpiert.“


Hugh Grant: "Ausgezeichnet", murmelt er, wenn er eine Frau sieht, die ihm gefällt. Er geht auf sie zu, kurz vor ihr stolpert er ganz zufällig über seine eigenen Füße und landet in den Armen der Dame seines Herzens, die ihn auffängt. Er schlägt die Augen auf, setzt seinen unschuldigen Hundeblick auf und sagt: "Ganz ausgezeichnet."

Kathrin Passig: Flirtet natürlich ausschließlich übers Netz und zwar eher verdeckt: Als erstes löscht sie ein Smiley aus dem Text eines Kommentar-Schreibers und stellt so den ersten Kontakt her. Beißt er an, verwickelt sie ihn in einen mehreren Tage dauernden Besserwisserwettstreit, in dem Kathrin Passig den Kommentar-Schreiber darüber aufklärt, warum Nagtiere die besten Tiere der Welt sind, wie man Zeit sparen kann, warum die digitale Bohème eine Bohème ist und kein Prekariat, warum Kiwis die optimalen Haustiere sind und und und. Der Kommentar-Schreiber muss sich in der Besserwisser-Schlacht geschlagen geben und Kathrin Passig zum Essen einladen.


Bushido: Geht auf die Schlampe zu, schaut in ihren Ausschnitt und zitiert dann irgendeinen Freestlye-Reimmeister. Goethe zum Beispiel: „Mein schönes Fräulein, darf ich wagen, meinen Arm und Geleit Ihr anzutragen?“

Pete Doherty: Auf einem der wenigen Konzerte der Babyshambles, zu denen Pete Doherty auch wirklich erscheint, sagt er zu einem Mädchen in der ersten Reihe: "Magst du einen Schluck von meinem Tütenwein? Er ist zwar billig, macht aber betrunken."


Scarlett Johansson: Scarlett schwebt über den roten Teppich und verzieht den Mund zur Schnute. Da, flüchtig, im Augenwinkel, entdeckt sie einen jungen Herrn, der ihr gefallen könnte. Sie überlegt fieberhaft, was sie tun soll. Dabei verzieht sie ihre Stirn so reizend, dass sämtliche anwesenden Herren vor Begeisterung Schweißausbrüche bekommen. Sie beißt auf ihre Unterlippe (süß!), dann gibt sie sich einen Ruck, schwebt zu dem jungen Herrn und sagt mit ihrer rauchigen Stimme (doppelt süß!!): "Hi, ich heiße Scarlett. Entschuldige, dass ich dich jetzt so einfach von der Seite anquatsche, aber ich finde dich interessant. Darf ich dir meine Telefonnummer geben? Vielleicht könnten wir uns ja mal zu ´ner Latte treffen und dann quatschen? Was meinst du?" Dann schwebt sie davon.

Nadja abd el Farrag Auf der Ü30-Party einer mittelgroßen Stadt in Mitteldeutschland. Nadja abd el Farrags Gesangs-Auftritt ist Höhepunkt der Show. Die Nervosität, klar, ergreift von Naddel Besitz und zur Beruhigung stürzt sie schnell zwei Gläser Prosecco runter. Bekommt dann dieses seltsame Starren und spricht den ersten Mann an, der ihr Blickfeld durchwandert. Zwei Wochen später heiraten sie in Las Vegas. Nach vier Monaten: bittere Scheidung. Zwei Wochen später: Auf der Ü30-Party eines mittelgroßen...


Tom Cruise: Starrt seine Ausgewählte so lange an, bis sie wegschaut. Starrt weiter, gewinnt wieder. Beim dritten Mal geht er zu ihr und sagt: "Komm mit mir, ich lege dir die Welt zu Füßen und dieses 30.000 Dollar-Collier sofort um den Hals. Du bist die Frau meines Lebens, heirate mich - sofort." Entführt sie daraufhin in seinem Privatjet auf eine einsame Insel und legt ihr einen eisenharten Ehevertrag hin. Daraufhin: Romantik pur.

Tita von Hardenberg: Tritt windschief an das Objekt ihrer Begierde heran (dicker Bikertyp, schwarze Lederkluft, Südstaaten-Wimpel), reißt die Augen auf und macht erstmal längeres Mienenspiel, ohne zu reden. Redet dann in kumpelhafter Jungsstimme etwas über die Generation thirty-something, bei der ja gerade die Frauen die Macher-Typen seien, mit morgens Karriere, mittags Kanone und Abends eben Korsage. Und weil das so ist, hat sie, Tita, jetzt mal mit einem Kamerateam in Mitte ein Cafe besucht, um zu sehen, was „dran“ ist, am Trend, mit Männern und so. Sie bestellt dann erstmal ironisch Getreidekaffee für zwei. ++++++ Fotos: dpa, ap, ddp, rtr

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