Happy Birthday, Billy!

Billy Zane, der amerikanische Star aus „Tal der Wölfe“, feiert heute seinen 40. Geburtstag
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Illustration: Julia Schubert

Einen unglücklichen Verlauf nahm Billy Zanes Karriere von Anfang an: Für die männliche Hauptrolle in „Dirty Dancing“ soll er der Favorit gewesen sein, bis man merkte, dass er eigentlich gar nicht tanzen kann - und doch lieber Patrick Swayze nahm. Zwischenzeitlich spielte er dann unter anderem eine Rolle in David Lynchs Meisterwerk „Twin Peaks“, richtig bekannt wurde er aber erst als Kate Winslets herrschsüchtiger Verlobter auf der „Titanic“. Danach wurde es wieder still um den Amerikaner mit griechischen Wurzeln: mal ein Einsatz als Synchronstimme in „Pocahontas II“, mal ein Gastauftritt bei „Charmed“. Zum Glück hat Zane aber ein Händchen für mehr oder weniger gelungene Comebacks: Im dauerdiskutierten türkischen Blockbuster „Tal der Wölfe“, dem anti-amerikanische und antisemitische Propaganda vorgeworfen wird, spielt er den CIA-Schlächter, der in seiner Freizeit Kindern Organe entnehmen lässt und auf dem Klavier Beethoven huldigt. In seinem Heimatland gefällt Zanes neuer Film freilich nicht allen. Der katholische Hardlinder William Donahue ereiferte sich in einer Talkshow darüber, dass es in Hollywood wohl einige Leute gebe, "die nichts weiter sind als Huren und für eine Handvoll Dollar alles tun. Wenn man sie bitten würde, für einen Film Analsex mit ihrer eigenen Mutter zu haben, würden sie es machen. Und sie würden es mit einem Lächeln machen." Zane sieht das anders: „Ich bin der erste, der zugibt, dass dieser Film einseitig, plump und sogar rücksichtslos ist. Ich finde die heilsamen Debatten wichtig, die dieses Thema mit sich bringt, aber ich bin auch nur ein Schauspieler, der einen intriganten Charakter spielt, und kein politischer Experte.“ Er habe diesen Film gedreht, weil er ein Patriot sei: „Ich bin gegen jeden Krieg, weil Kriege kein Happy End haben.“ Wir jedenfalls gratulieren Billy Zane zu seinem 40. Geburtstag und wünschen ihm viel Erfolg für seine weitere Karriere. Bild: AP

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