Hilfe, mein Kinderzimmer wird verfilmt!

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Darüber, dass Computerspiele verfilmt werden, ist man spätestens seit „Tomb Raider“ und „Resident Evil“ nicht mehr überrascht. Auch Spielfiguren, die auf der Leinwand zum Leben erweckt werden, sind dank der „Transformers“-Reihe und „G.I. Joe“ nichts Ungewöhnliches mehr. Aber dass jemand auf die Idee kommen könnte, auch Brettspiele ins Kino zu bringen, darauf wäre man so schnell nicht gekommen. Tatsächlich sind aber mehrere neue Spiel-Filme in der Mache, allen voran „Battleship“, eine Kinoversion des Spieleschlagers „Schiffe versenken“. Was anfangs unverfilmbar klingt, ist eigentlich ja eine recht typische Blockbusterstory: Zwei verfeindete Flotten liefern sich eine deftige Schlacht auf offener See – und alles in 3D! Zumindest, wenn es nach Regisseur Peter Berg geht. Der hat mit „Hancock“ und „Operation: Kingdom“ auch schon Actionerfahrung gesammelt. Angekündigt ist der Film für 2011. Doch damit nicht genug – auch „Monopoly“ soll bald ins Kino kommen, und zwar unter der Regie von Ridley Scott („Gladiator“, „Black Hawk Down“). Er stellt sich einen „sexy Comedythriller“ vor und würde am liebsten Scarlett Johansson und Kirsten Dunst um Schlossallee und Opernplatz kämpfen sehen. Aber ob die Lust darauf haben?

Vielleicht spielen sie ja doch lieber in dem Barbiefilm mit, der vor ein paar Tagen angekündigt wurde. Sich hierzu eine Geschichte auszudenken, dürfte den Drehbuchautoren leichter fallen, schließlich schlüpfte die Puppe in den vergangenen 50 Jahren schon in die verschiedensten Rollen – von der Soldatin bis zur Ärztin. Initiiert wurde das Ganze von den Universal Studios, die sich nicht nur die Barbie-Rechte von Mattel sicherten, sondern auch einen Vertrag mit Spielemulti Hasbro abschlossen. Mindestens vier Brettspielverfilmungen sollen nun in den nächsten sechs Jahren erscheinen, neben „Battleship“ und „Monopoly“ zum Beispiel auch von dem Krimispiel „Cluedo“. Dass da nicht bloß Nostalgie dahintersteckt, ist klar. Die Spielemacher erhoffen sich steigende Verkaufszahlen, und die Studios können ihre Filme leichter vermarkten, weil jeder schon weiß, worum es bei „Monopoly“ geht. Bei so vielen Plänen hält natürlich auch die Konkurrenz nicht lange still. Warner Bros will auf den Zug aufspringen und macht jetzt einen Legofilm. Angesichts der zahlreichen Amateurvideos bei YouTube, in denen Legofiguren schon jetzt die Hauptrolle spielen, ist diese Idee allerdings nichts wirklich Neues. Sowieso müssen wir auf all diese Spiel-Filme wohl noch ein bisschen warten. Perfekt einstimmen kann man sich aber schon vorher, zuhause im Kinderzimmer – oder in genau einem Jahr im Kino. Dann startet nämlich „Toy Story 3“.

Text: eva-schulz - Foto: dpa

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