iPod-Politik: Dem Senatoren auf die Ohren!

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(Screenshot: ipaction.org) Seit vergangener Woche besitzt Ted Stevens einen iPod. Das wäre nicht weiter erwähnenswert, wenn der 82-Jährige nicht US-Senator und Vorsitzender der so genannten Broadcast Flag wäre. In dieser Kommission erklärte er nun, dass er, seit seine Tochter ihm den MP3-Player geschenkt habe, besser die vielen Wege verstehen könne, in denen innovative Technologien einen Mehrwert für die Konsumenten erzeugen kann. Diese Einsicht resultierte vor allem in der Tatsache, dass die Anwesenden Industrievertreter sich ungleich schärferen Fragen von Seiten des Komitees stellen mussten. Die Bürgerrrechtsbewegung iPac plant nun, alle Senatoren, die sich mit Gesetzen zu Urheberrechten befassen, mit einem Video iPod zu beglücken, um ihnen die Gelegenheit zu geben, Stevens’ Eingebung nachzuvollziehen. Außerdem will man die Gadgetgeschenke schon mal mit „Beispielen für die kulturelle Vielfalt, die durch lizenzfreien Inhalt entsteht“ bestücken. Doch das Sendungsbewusstsein geht noch weiter. In jedes Gerät soll der Spruch „Listen to the people“ eingraviert werden, bevor es an das Büro des jeweiligen Empfängers geschickt wird, zusammen mit einer Liste aller Menschen, die das Geschenk mit einer Spende möglich gemacht haben. Seit dem Start der Kampagne am Dienstag wurden bereits vier Senatoren mit dem, immerhin 324 Dollar teuren, Apple-Produkt beglückt. Doch man hat noch größere Pläne. Wenn alle Senatoren beschenkt wurden, wollen die iPac Initiatoren sich daran machen, auch allen 435 Kongressabgeordneten einen iPod zukommen zu lassen.

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