jetzt.de-Blog-Lesung in Berlin

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Wer bist du? Ich bin Paula, 27 Jahre, jetzt.de-Userin seit 2002. Damals hieß ich noch rain, dann peh, und jetzt schreibe ich als regenstuermerin.

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Illustration: Julia Schubert

peh, alias Paula Was macht ihr bei der Blog-Lesung? Das ist eine Livelesung von Weblogs. Man bringt viele Leute zusammen und liest ihnen aus seinem Webtagebuch vor. Wer sind denn die Vorleser? Das sind jetzt.de`ler aus den Anfangszeiten, die ich gerne gelesen habe und noch immer lese. Die sind auch alle noch bei jetzt.de. Das sind leowee, st_pauline, weltherrschaft, siegstyle, maar, blindtexter und ich, als peh. Wie hast du die Leser ausgewählt? Das sind alle noch Leute aus der Zeit, wo man sich bei der Redaktion bewerben musste, um mitzuschreiben. Früher, wenn es 20 Leute waren, dann waren das viele. Ich habe die Leser selbst ausgewählt, weil ich Sie noch von früher kannte und die, von denen ich weis, dass sie eine gute Bühnenpräsenz haben. Die Leute sind meiner Meinung nach charismatisch. Was ist der Unterschied zwischen dem selbst Onlinelesen und das Tagebuch live vorgelesen zu bekommen? Man hat ein super angenehmes Flair. Das war bei der letzten jetzt.de Lesung auch schon so. Außerdem sieht man die Leute in echt. Zum Beispiel ist Siegstyle so ein cooler Typ live. Und: Gute Schreiber sind live anders. Wie bist du auf die Idee zu Treffen gekommen? Ich wurde vor einiger Zeit darauf angesprochen, dass ich in Berlin eine Lesebühne organisieren soll. Das habe ich zuerst jeden Monat gemacht, dann alle drei Monate. Die Organisation und die Pressearbeit war mir irgendwann zu zeitintensiv. Dann kam ich auf die Idee, einmal im Jahr jetzt.de-User vortragen zu lassen. 2005 war das erste Mal. Die nächste Lesung wird jetzt am 28. September sein, im „Watergate“.

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Illustration: Julia Schubert

Das "Watergate", Ort der jetzt.de-Blog-Lesung Warum schreibt man ein Web-Tagebuch? Am Anfang war es Spaß, dann ist es Sucht. Manchmal ist es wegen dem Ego. Deshalb heißt das Thema der Lesung Ego-Protokolle. Denn jeder Tagebucheintrag ist aus der Sicht eines Egos geschrieben und auch immer Egozentrisch. Es wirkt dann Selbstironisch, wenn man sich ins Rampenlicht stellt. Für mich war auch ein Grund, dass Freunde von außerhalb sehen können wie mein Tag läuft. Es ist der bessere Kaffeeklatsch. Man schreibt ein Web-Tagebuch anders als E-Mails. Für wen schreibst du? Letztendlich ist es für mich. Ich bin froh, dass ich einige Tageseinträge noch gespeichert habe. Es ist wie eine Chronologie. Ich bin froh, später wieder zu wissen, wie es mal in einer Nacht war, denn sonst weiß man das oft nicht mehr. Fotos: Ivan Schneider

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