Kein Internet mehr an australischen Schulen?

Wegen einer Copyright-Abgabe könnten die Rechner in Australien bald offline bleiben
jula-doebner

Die australische Verwertungsgesellschaft, Copyright Agency Limited, fordert von den australischen Schulen eine Gebühr, wenn Schüler im Unterricht das Internet nutzen. Bislang müssen die Schulen in Australien jährlich etwa 19 Millionen Euro als Abgaben für Fotokopien, die im Unterricht erstellt werden, zahlen. Der Streit zwischen Bildungsministerium und Verwertungsgesellschaft um eine Bezahlung für die Internetnutzung an Schulen wurde bereits im vergangenen Jahr vor dem Copyright Council, der für Urheberrechtsfragen zuständige Regierungsbehörde, behandelt. Dabei wurde jedoch keine Einigung erzielt, weshalb nun der Federal Court, einer der australischen Bundesgerichtshöfe, über die Angelegenheit entscheiden muss. Falls der Federal Court den Forderungen der Copyright Agency Limited nachkäme, könne eine Internetnutzung in den Schulen nicht mehr finanziert werden, wird Delia Brown, die in der Schulbehörde für Urheberrecht zuständig ist, in der Zeitung The Australian zitiert. Um besseren Zugang zu Unterrichtsmaterialien zu haben seien vor allem Kinder und Schulen auf dem Land auf einen Internetanschluss angewiesen und würden deshalb besonders unter den Gebühren leiden.

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