King Kong Five, äh... drei

Morgen kommt "King Kong" in die Kinos. Aber was ist, wenn die aktuellste Variante des Affendramas gar nicht die beste ist? Alle Stärken und Schwächen der drei wichtigsten Verfilmungen übersichtlich zusammengestellt - auch zum Ausdrucken und Auf-Quartettkarten-drucken geeignet.
christoph-koch
Default Bild

Illustration: Julia Schubert

King Kong (1933)

Alternativtitel: „King Ape“, „Kong“, „The Ape“ und viele andere

Gebäude: Empire State Building

Die weiße Frau: Fay Wray – als sie letztes Jahr starb, wurden als Salut die Lichter des Empire State Buildings gedimmt

Zeitgeschichte: In Nazideutschland war der Film erlaubt, Plakate mussten aber mit dem Zusatz „ein amerikanischer Trick- und Sensationsfilm“ versehen werden

Tricktechnik:Hauptsächlich ein etwa 45 Zentimeter großes Affenmodell

Bester Satz: „Oh, no, it wasn't the airplanes. It was Beauty killed the Beast"

Budget: 670 000 Dollar

Länge: 104 Minuten (restaurierte Version, inklusive lange zensierter Szenen, in denen der Affe Fay Wray auszieht und Menschen von Riesenspinnen getötet werden)

Angeberwissen: King Kongs Gebrüll wurde erzeugt, indem man Löwen- und Tigergebrüll übereinander legte und die Aufnahme rückwärts ablaufen ließ

Default Bild

Illustration: Julia Schubert



King Kong (1976)

Alternativtitel: „King Kong – The Legend Reborn“

Gebäude: World Trade Center

Die weiße Frau: Jessica Lange – im Gespräch waren auch Barbra Streisand und Bo Derek

Zeitgeschichte: Einige Angestellte im Empire State Building waren so enttäuscht darüber, dass das damals nagelneue World Trade Center Ort des großen Filmfinale wurde, dass sie einen Streik in Affenkostümen abhielten

Tricktechnik:Zunächst wurde ein Affenroboter gebaut, dann erwies sich ein Kostüm als günstiger und praktischer

Bester Satz: “Lights! Camera! Kong!”

Budget: 25 000 000 Dollar

Länge: 134 Minuten

Angeberwissen: Es hatte schon ein paar Jahre vorher Pläne gegeben, ein Remake von King Kong zu drehen. Das Projekt wurde allerdings abgesagt – und gedrehtes Material für eine VW-Werbung benutzt.

Default Bild

Illustration: Julia Schubert



King Kong (2005)

Alternativtitel: keine

Gebäude: Empire State Building, wie im Original – schließlich behauptet Regisseur Peter Jackson, der 1933er-Kong habe ihn dazu gebracht Filme zu drehen

Die weiße Frau: Naomi Watts – die vor ihrem Durchbruch in „Mulholland Drive“ über zehn Jahre lang in mittelmäßigen Produktionen mitwirkte „mit einigen Ausreißen ins absolut Niveaulose“, wie sie selbst sagt.

Zeitgeschichte: Im Gegensatz zu seinen Vorgängern ist der neue „King Kong“ deutlich weniger brutal und vor allem deutlich weniger sexuell aufgeladen.

Tricktechnik: 2200 Computereffekte hat Peter Jackson in „Jacksonville“, der nach ihm benannten Studiostadt nahe des australischen Welllington anfertigen lassen.

Bester Satz: “What are they going to do? Sue me? Huh? They can get in line. I'm not going to let them kill my film.”

Budget: 207 000 000 Dollar

Länge: 188 Minuten

Angeberwissen: Nur eine Person ist laut einer Umfrage für die Neuseeländer wichtiger als Peter Jackson, der Tausende Arbeitsplätze schuf und zahlreiche Touristen auf die Insel lockt: die Premierministerin Helen Clark.



Einige weitere Adaptionen:
• „Panik um King Kong“ (1949)
• „Die Rückkehr des King Kong“ (1962)
• „King Kong – Frankensteins Sohn“ (1970)
• „King Kong – Dämonen aus dem Weltall“ (1973)
• „King Kong gegen Godzilla“ (1974)
• „King Kong Lives“ (1986)

  • teilen
  • schließen