Klamottenpaar-Spezial: Bei den Individualisten auf dem Fusion-Festival

Jede Woche sprechen wir mit Leuten auf der Straße über ihren Modegeschmack und befragen sie über ihr aktuelles Outfit.
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Franzi, 20, aus Dahmen, Krankenschwester

Wie beschreibst Du Deinen Stil? Schwarz und gepunktet. Im Alltag laufe ich natürlich nicht mit Flügeln rum, aber schon ausgefallen. Und wo kaufst Du Deine Sachen? Bei H&M in der Kinderabteilung. Dann waren sie sicher nicht teuer. Die Flügel haben zehn Euro gekostet, der Haarreif drei Euro. Der Pulli und die Hose waren teurer: 62 Euro beziehungsweise 37 Euro.


Rieke, 23, aus Hamburg

Wie lange hast Du gebraucht, um Dich hier auf dem Campingplatz zu stylen? Genau sieben Minuten. Machst Du Deine Klamotten auch selbst? Ich verändere T-Shirts zu Kleidern, indem ich ihnen die Ärmel abschneide. Das Shirt hat ein Freund von mir gemacht, der Designer ist. Junge Talente sollte man unterstützen… Genau. Seine Kleider findet man übrigens auf der Homepage boysboysboys.de. Aber Vorsicht, nicht .com eintippen, denn das ist eine Pornoseite. Kaufst Du auch mal was im Laden? Ja. Meine Schuhe sind von Real. Und die Kette ist vom Flohmarkt. Die Jacke, ich trau’ es mich kaum zu sagen, ist von American Apparel.


Caro, 22 aus Berlin, Abteilungsleiterin in der Textilbranche

Trägst Du die Klamotten auch bei der Arbeit? Klar, das gehört ja zu meinem Job. Du bist also in Klamottenfragen Selbstversorger? Die Stiefel sind aus dem Geschäft meiner Mutter, die haben also nichts gekostet. Das T-Shirt war fast für umsonst: von Kik für zwei Euro. Die Leggins ist von Vero Moda. Der Cardigan und der Blazer sind von H&M, 20 Euro und 30 Euro. Und die Ketten habe ich auch dort gekauft. Die Brille habe ich auf Ebay gefunden. Wie lange brauchst Du hier auf dem Campingplatz um dich fertig zu machen? 20 Minuten im Zelt.


Melanie, 25 aus Berlin, Studentin der Medienwissenschaft

Läufst Du an der Uni auch so rum? Nicht ganz so auffällig. In die Stadt gehe ich schon mal so. Jedenfalls immer bunt und nie von der Stange. Machst Du auch mal was selbst? Das habe ich einmal versucht. Aber aus guten Gründen habe ich dieses Projekt nicht weiter verfolgt. Wie viel hat Dein Outfit gekostet? Das Kleid ist aus einem Londoner Geschäft und ich habe es für 70 Euro im Internet bestellt. Die Jacke ist aus Berlin für 60 Euro. Mütze H&M für fünf Euro, Brille Apollo für zehn Euro. Und wie lange brauchst Du zum Stylen? Zehn Minuten.


Jonas, 21, aus Berlin, Student der Turkologie

Gehst Du so auch an die Uni? Ja klar. Aber ich habe auch schwarze Klamotten. Wo kaufst Du deine farbenfrohen Sachen ein? Ich nähe selbst. Aber diese Hose hier habe ich Second Hand für zehn Euro gekauft. Der Pulli ist von American Apparel, das T-Shirt aus Australien. Die Schuhe sind von Deichmann – allerdings aus der Damenabteilung. Und wie lang brauchst Du zum Stylen? Keine Sekunde. Ich lasse einfach die Sachen an, die ich sowieso schon trage.


Stefan, 21, aus Osnabrück, Mathe- und Physik-Student

Wer hat Dir denn das blaue Auge verpasst? Eine Freundin von mir, die Kunst und Sinologie studiert. Die Malerei hat eine Stunde gedauert, entstanden ist es vor usnerem Zelt auf dem Campingplatz. Geht das denn hoffentlich auch wieder ab? Das sind Wasser-Zitrus-Farben. Anders gesagt: Theaterschminke. Ansonsten bist Du ja eher als Rocker unterwegs. Ja, ich kaufe unter anderem in einem Motorrad-Shop in Osnabrück ein. Dein Schirm sieht allerdings eher nach Kindergeburtstag aus. Der ist eine Leihgabe von den Damen, die mich begleiten.

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