Lass die Sonne in dein Herz

schoenwetterpartei.
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Illustration: Julia Schubert

schoenwetterpartei.de Wir saßen gerade bei der donnerstäglichen Redaktionskonferenz, da platzte draußen ein Unwetter mit Regen, Blitz und Donner los. Nach fünf Minuten fiel uns ein: Die Fenster in den anderen Zimmern sind noch offen. Ich stürmte los - und rettete gerade noch Computer und Telefone vor dem Ertrinken. Und dann begann es im Redaktionsflur durch die Decke zu tropfen. Hätten wir die Schönwetterpartei (swp) gewählt, wäre uns das vielleicht erspart geblieben. "Bei Gewinn der anstehenden Bundestagswahl ist erklärtes Ziel der swp der 50%ige Abbau der Regentage im Bundesgebiet bis zum Jahre 2004", schreiben die Macher auf ihrer Homepage schoenwetterpartei.de. Sie fordern einen Temperaturanstieg auf das Doppelte, Schönewettergeld und mindestens 150 Urlaubstage. Im Augenblick ist Deutschland ihrer Meinung nach, "verglichen mit anderen europäischen Staaten, klimatisches Entwicklungsland!" Irgendwann hörte das Tropfen durch die Decke im Redaktionsflur auf (es war wohl doch noch ein Fenster offen gewesen), aber mein Handynetz war nach dem Unwetter zusammengebrochen. Telefonieren, SMS verschicken - nicht dergleichen ging mehr. Und ich verstand, was die swp mit Entwicklungsland meint...

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