Mama und Papa are watching you: Jetzt auch beim Mittagessen in der Schule

Kunden- und Pre-Paid-Karten waren gestern. Jetzt kommt der Bezahl-Finger.
caroline-vonlowtzow

Rot wie der Zeigefinger von E. T. werden die Finger von rund 5.000 Schülern und einigen Lehrern vielleicht bald leuchten, weil lauter Daten von ihnen abgerufen werden. Statt Bargeld, Kantinenkarten oder Essensmarken brauchen die Schüler der baden-württembergischen Stadt Offenburg nämlich bald nur noch ihre Fingerspitze, um das Mittagessen in der Schulmensa bezahlen zu können. Was nach Überwachungsstaat, Science Fiction oder Cholesterinkontrolle durch Eltern und Schule anhört, hat einen einfachen Hintergrund. „Wir wollten Probleme wie verlorene oder geklaute Karten und erpresstes Geld verhindern“, erklärt Schuldezernent und Bürgermeister Dr. Christoph Jopen in einem Gespräch mit jetzt.de. Da ab nächstem Schuljahr in Offenburg acht Schulen Ganztagsschulen sein werden, müssen sie jeden Tag Mittagessen für über 5.000 Schüler und Lehrer anbieten. „Wenn ein elfjähriges Kind mit einem 50 Euro-Schein in die Schule kommt, um die Kantinenkarte aufzuladen, und ein 16-Jähriger sieht das, kann es sein, dass das Kind das Geld rausrücken muss. Das passiert natürlich nicht ständig und es sind auch nicht alle Schüler davon betroffen, aber es gibt definitiv ein Sicherheitsproblem an den Schulen.“ Eine Edeka-Filiale im nahe gelegenen Oberkirch hat die biometrische Zahlungsweise, die von den

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