Mit George Bush zur Million

Drei Freunde in den USA versuchen mit dem Präsidenten ans große Geld zu kommen
dirk-vongehlen

Thomas Junger mag George W. Bush - zumindest als Werbegesicht für seine eigene Webseite. Mit zwei Freunden hat Thomas die Seite milliondollarbush.com erfunden: eine Adaption der Idee der Milliondollarhomepage von Alex Tew. In der dritten Folge der jetzt.de-Serie zum Thema erzählt Thomas, was besonders ist am MillionDollarBush.

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Illustration: Julia Schubert

"George W. Bush ist eine wunderbare Zielscheibe des Spotts. Weltweit erzeugt er – positiv wie negativ – eine Menge Aufmerksamkeit. Deshalb haben wir ihn zum Hauptdarsteller unserer Idee gemacht: wir wollten eine Webseite ins Netz stellen, auf der Firmen Werbung schalten können, die gleichzeitig aber auch ein politische Satire ist. So sind wir auf Milliondollarbush.com gekommen.

Wir sind drei Freunde, die in den Vereinigten Staaten leben. Uns verbindet die Freude am Internet, ein gewisser Unternehmergeist und Spaß an gutem Slapstick-Humor. Wir arbeiten bei Internet-Firmen und sind alle drei Mitte Zwanzig. Politisch stehen wir aber auf unterschiedlichen Seiten: Einer von uns ist Demokrat, die beiden anderen sind Republikaner.

Der Hauptunterschied zu Alex Idee der Milliondollarhomepage ist, dass wir ein Business-Modell entwickeln wollen. Wir wollen Firmen langfristige Werbemöglichkeiten im Internet anbieten – auch in Zukunft.
Man muss sich das etwa so vorstellen wie bei der Erfindung des Computers: Konrad Zuse hat den ersten Rechner erfunden, der wurde dann aber stetig weiterentwickelt. So ist das auch mit Alex Tew und der Milliondollarhomepage. Er hatte als erster Idee und wir entwickeln sie weiter. Und wir haben da noch einige super Ideen.

Deshalb haben wir auch schon versucht, Kontakt mit Alex aufzunehmen. Aber er ist gerade ziemlich beschäftigt. Wir werden aber miteinander sprechen, sobald er wieder etwas mehr Zeit hat.

Als wir mit der Seite begannen, haben wir erwartet, dass sich positive wie negative Reaktionen etwa die Waage halten würden – tatsächlich erhalten wir aber überwiegend gute Reaktionen. Es waren auch ein paar heftige E-Mails dabei, die die Idee nicht mögen, den meisten gefällt MillionDollarBush aber. Was uns am meisten freut, ist dass Menschen von überall auf der Welt unseren Humor verstehen und Gefallen finden an unserem Slogan: „Cover the lies and advertise.“ " (Protokoll: dirk-vongehlen) Dieses Protokoll ist der dritte Teil der jetzt.de-Serie über Nachahmer der Milliondollarhomepage. Freunde deutscher Politik finden vielleicht Gefallen, an der Berliner Adaption von Milliondollarbush: der Seite pixelmerkel.de Foto: milliondollarbush.com

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