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Foto: jetzt.de Nach einer eigenen Superstar-Version bekommt die arabische Welt nun auch endlich eine eigene Simpsons-Variante: Wie das Wall Street Journal berichtete, startete "Al Shamshoon" Anfang des Monats und damit rechtzeitig zum Ramadan - einer Zeit, in der erfahrungsgemäß hohe Einschaltquoten zu erzielen sind. Die Serie benutzt die Original-Simpons-Animationen, die jedoch neue synchronisiert werden (unter anderem von Mohamed Heneidy, der als der Robert de Niro des MIttleren Ostens gilt). Auch die Drehbücher werden leicht abgewandelt, um sie für arabische Zuschauer verständlicher und akzeptabler zu machen. Homer Simpson heißt jetzt Omar Shamshoon und isst statt Donuts arabische Kahk-Kekse, Bart heißt Badr und ist - zum Glück - immer noch sehr frech und eine Plage. Das Satelliten-Network MBC hofft, dass die Shamshoons nur der Anfang einer Welle umgestrickter US-Programme für den Mittleren Osten sind. Einige arabische Blogger haben sich jedoch bereits negativ über die ersten Folgen geäußert: Der Humor sei auf der Strecke geblieben, beklagen sie. Im Gegensatz zum Original darf Omar zum Beispiel kein Bier trinken, keinen Speck essen und nicht in Moe's abgewrackter Bar mit moralisch fragwürdigen Spießgesellen abhängen. Und mal ganz ehrlich: Wenn man das alles abzieht - was bleibt dann noch?