Palast der Republik: Die Entscheidung ist gefallen – und die Zukunft sicher?

Nachdem der Bundestag am Donnerstag den umstrittenen Abriss des „Palastes der Republik“ bestätigt hat, planen die Behörden Berlins schon für die Zeit nach dem Abriss.
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Illustration: Julia Schubert

Nachdem der Bundestag am Donnerstag den umstrittenen Abriss des „Palastes der Republik“ bestätigt hat, planen die Behörden Berlins schon für die Zeit nach dem Abriss. In namentlicher Abstimmung wies das Parlament Anträge der Linkspartei und der Grünen zurück, nicht mit dem bereits geplanten Abriss zu beginnen. Für die Oppositionsanträge votierten lediglich 120 von 569 Abgeordneten. Dagegen stimmten 431 Parlamentarier, es gab 18 Enthaltungen. Damit ist klar: Der Abriss soll noch in diesem Monat beginnen. Bisherigen Plänen zufolge sind dafür eineinhalb Jahre veranschlagt. Der 1976 eröffnete DDR-Palast der Republik war 1990 geschlossen und später vom Asbest befreit worden. Nach einem Bundestagsbeschluss vom Juli 2002 soll auf dem Areal ein Gebäude in der Kubatur des 1950 gesprengten Stadtschlosses errichtet werden. Der Beschluss von Donnerstag bestätigte diese Entscheidung. Die Behörden Berlins richten sich nun schon auf die Zeit nach dem Palast ein. Wie eine Sprecherin der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung sagte, würden schon Ideen gesammelt. Sie müssten aber dem Ort angemessen sein. So könne man sich etwa eine Beachvolleyball-WM oder auch eine Eislauffläche vorstellen. Auch ein landschaftsplanerischer Wettbewerb für den Platz sei möglich. Eines sei aber sicher, so die Sprecherin: „Gegen einen dauerhaften Rummelplatz werden wir uns wehren.“ (Foto: ap)

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