Papierspende

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Illustration: Julia Schubert

www.scheissen-fuer-deutschland.de Dürfen wir Georges Hemmersdörfer, Inhaber der Saarbrücker Firma „Wishi Hygienepapierwerbung“ glauben, gibt es eine Lösung für die Haushaltsprobleme von Finanzminister Hans Eichel: „Wir stopfen das Loch mit Klopapier.“ Unter dem Aktionsnamen „Scheißen für Deutschland“ hat Hemmersdörfer nach eigenen Angaben „die spektakulärste Bürgerbewegung seit der Wiedervereinigung“ begründet. Der 53-Jährige bringt mit Karikaturen bedrucktes Klopapier unters Volk und – wissen die Götter der Kloake warum – in den Getränkehandel. Vom Verkaufspreis jeder Rolle werden angeblich 2,5 Cent an das Finanzministerium gespendet, zweckgebunden zur Stopfung des Haushaltslochs. Hemmersdörfer rechnet vor: „Bei einem Bundesjahresverbrauch von 4,8 Milliarden Klorollen macht das satte 120 Millionen Euro.“ Das Finanzministerium hat nach Informationen des Nachrichtenmagazins Der Spiegel bereits signalisiert, einer Spende nicht abgeneigt zu sein. Wie viele Euro er selbst mit dem Klopapier verdienen möchte, verrät Hemmersdörfer nicht.

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