Prozente für Studenten

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Du bist Student? Dann bist du nicht allein. Laut dem aktuellem Bericht „Hochschulstandort Deutschland“ des Bundesamt für Statistik waren 2004 in Deutschland 1,96 Millionen für ein Studium eingeschrieben. Trotz steigender Abiturientenzahlen sind das weniger als noch im Vorjahr. Die Einführung von Gebühren hat Eindruck gemacht. Aber auch der Plan, die internationale Mobilität zu fördern, hat Wirkung gezeigt. Ältere Semester flüchten Fast die Hälfte der über 60-Jährigen hat das „Studium im Alter“ geschmissen. Schuld sind die eingeführten Gebühren für das Langzeit- und Zweitstudium. Auch die anderen älteren Semester, etwa ab dem 15. Fachsemester, sind weg von der Uni. Insgesamt sind das circa 56 000 Studenten weniger. Bemerkbar wird der Studentenschwund besonders in Hessen und NRW. Über 40 Prozent aller Langzeitstudenten brachen hier das Studium ab. Elite-Unis kommen Ihre Zahl hat sich in den letzten zehn Jahren mehr als verdoppelt. 69 Privathochschulen gibt es heute. Auf staatlicher Seite sind es im Vergleich 379. Private Unis haben meist ein kleines Fächerangebot und so sind die Studierendenzahlen mit im Schnitt 700 recht überschaubar. An den anderen Hochschulen studieren dagegen zehn Mal so viele. Insgesamt sind nur zwei Prozent aller Studenten an einer Privat-Uni eingeschrieben. Der Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt und Vertreter der Hochschulrektorenkonferenz forderten heute, die staatlichen Hochschulen wettbewerbsfähig zu machen. Schon jetzt haben bei ihrer Finanzierung die Drittmittel z.B. von internationalen Organisationen, Stiftungen, Ministerien oder der Wirtschaft an Bedeutung gewonnen. Bachelor: Halbzeitstand Der Countdown für die Bachelor-Abschlüsse läuft. Nach der Bologna-Erklärung von 1999 soll es spätestens 2010 ein einheitliches europäisches System geben. Zur Zeit allerdings sind nur acht Prozent aller Studierenden für die kommenden Bachelor- und Masterstudiengänge eingeschrieben. Ihre Zahl hat sich im Vergleich zum Vorjahr verdoppelt, die Unis befinden sich aber noch mitten in der Umstrukturierungsphase und bauen die neuen Studiengänge gerade erst auf. So kommen die meisten der angehenden Master noch aus dem Ausland, wo es das BA-System bereits gibt. International und doch Stubenhocker In NRW und Bayern bleibt man zum Studieren gern daheim im eigenen Bundesland. Lediglich in Hamburg, Berlin und Bremen tummelt sich eine große Zahl (mehr als die Hälfte) von Studenten von überall aus der Republik. 13 Prozent aller Studenten in Deutschland hingegen kommen aus dem Ausland. Ganz vorne liegen die Chinesen, Bulgaren und Polen. Auch die Deutschen zieht es mehr und mehr ins Ausland. Von den 62 200 Auswanderern wollten die meisten nach England. Nach Polen verschlug es jedoch nur 182 Studis. Frauenquote Die Lehrkräfte der Zukunft sind Frauen. 74 % der Lehramts-Absolventen sind weiblich. Insgesamt bleibt das Frauen- und Männerverhältnis unter den Studenten mit 49 Prozent ausgewogen. Bei den Beschäftigten an der Uni sieht es jedoch ganz anders aus. Der Anteil der Professorinnen liegt bei nur 14 Prozent. Über dem Altersdurchschnitt Mit 27,9 Jahren ist der deutsche Durchschnittsstudent bei seinem Abschluss recht alt. Das liegt daran, dass viele erst spät, nach Au-Pair oder Zivildienst mit dem Studium beginnen. Auch die Bachelorleute hängen dem internationalen Schnitt hinterher. Sie sind zwar mit 26 deutlich jünger als die Absolventen herkömmlicher Studiengänge, allerdings immer noch ein Jahr älter als beispielsweise der Durchschnitt in den Niederlanden und den USA. Abi 2000 Während in Nordrhein-Westfalen über die Hälfte der 20-Jährigen (52%) eine Hochschulzugangberechtigung, sprich Abi oder Fachabi, erreichte, war es in Mecklenburg-Vorpommern weniger als ein Drittel (29%). Eines aber stimmt positiv. Früher oder später entscheidet sich fast jeder Abiturient für ein Studium. Vom „Abi 2000“ sind schließlich fast drei Viertel (73 %) an einer Uni gelandet.

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