Re: du blödes Arschloch, lass mich bloß in Ruhe!!!!

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Die Betreiber der Website e-closure.com sammeln seit 2005 Schlussmachbriefe im Internet. Darunter finden sich die vermeintlich letzten Worte aus Hunderten von Beziehungen aus aller Welt. Die fünf besten Schlussmach-Mails hat jetzt.de zusammengestellt und übersetzt.

Eingeschickt/beendet von: MARK Dauer der Beziehung: 5 Monate INFO: Hi – ich habe ein paar Mails angehängt, die ich von dieser grauenhaften Erfahrung aufgehoben habe. Hoffe, das wirkt therapierend. Datum: 25. Juli 2006 Von: MARK An: ALANA Betreff: Es ist besser so… Ich schreibe dir dies in einer E-Mail, da mir ehrlich gesagt nichts anderes übrig bleibt. Wir sind an einem Punkt angelangt, an dem kein einziges meiner Worte mehr zu dir durchdringt, weil du einfach ununterbrochen quasselst. Ich möchte also, dass du dies hier liest, es verdaust und somit die Gelegenheit nutzt, viel selbstkritischer zu werden, anstatt mir die Schuld an allem zu geben und meine sprichwörtliche Kastration voranzutreiben. Ich denke, wir beide sollten uns beziehungsmäßig weiterentwickeln. Ich habe keinen Spaß mehr an mir selbst und meinem Leben, und ich glaube, der Grund dafür bist du. Tut mir leid, dass ich das so hart formulieren muss, aber ich habe wirklich das Gefühl, dass du mein Leben immens behinderst. In letzter Zeit streiten wir nur noch wie Katz und Hund, und ich sage es gerade heraus, weil ich finde, ich schulde dir das. Hier meine Probleme: Ich kann nicht jede Nacht und jedes Wochenende mit dir verbringen, ich kann nicht die ganze Nacht dieses bescheuerte Babysprach-Geplänkel mit dir durchziehen, ich kann nicht so tun, als ob es mich betroffen macht, wenn du dir einen Fingernagel abbrichst, und ich kann deinen Kuscheltieren keinen Gutenachtkuss mehr geben. Ich steh überhaupt nicht auf Äpfelpflücken. Ich mag keine Fahrradtouren. Ich furze gerne im Bett. Ich mag es Dinge zu tun, ohne bei jedem Schritt deinen Atem im Nacken zu spüren, und zwar aus zwei Gründen: 1. Es gibt mir das Gefühl, du vertraust mir nicht (und was ist eine Beziehung ohne Vertrauen) 2. Du hast Mundgeruch Für drei Monate unserer fünfmonatigen Beziehung bekämpfte ich das Gefühl, dass mich deine Nähe krank macht. Und das betrifft nicht nur Kleinigkeiten, sondern einfach alles. Deine Art zu reden nervt mich, deine Meinungen nerven mich, deine Stimme nervt mich, dein Gesicht nervt mich, ja sogar dein Name nervt mich. Du hast alle Alanas für mich auf ewig ruiniert... was total scheiße ist, denn im Malloy's arbeitet diese SUPER heiße Kellnerin, mit der ich UNBEDINGT ins Bett will, aber leider ist ihr Name ALANA! Alles an dir macht mich wahnsinnig, und ich weiß einfach nicht, wie ich das nett formulieren soll. Du hast eben Glück, dass du so etwas ähnliches wie eine scharfe Braut bist. Tut mir leid, aber ich würde lieber mein eigenes Bein essen, als weiter mit dir zusammen zu sein. Den ganzen Krempel, den du noch in meiner Wohnung liegen hast, schicke ich dir per Post... außer dem Höschen, das du in der ersten Nacht getragen hast, in der wir Sex hatten. Ich behalte sie als Trophäe, die mich dafür belohnt, dass du mir tatsächlich geglaubt hast, ich sei auch noch Jungfrau. Ich wünsche dir nichts als Glück, Erfolg und Freude für die Zukunft. Das meine ich ernst. Aber denk dran, dem nächsten Typen zu ermöglichen, seine Eier zu behalten. Alles gute, Mark P.S.: Die letzten vier Male, die wir Sex hatten, habe ich mir dabei die ganze Zeit vorgestellt, ich besorg's deiner Schwester.


Eingeschickt von: Heath Dauer der Beziehung: vier Jahre Info: Naomi und ich waren schon länger zusammen, und es war gut. Doch wie alle Dinge irgendwann enden, endete auch unsere Beziehung. Relativ schnell begann ich eine neue Beziehung und verlobte mich sogar. Wir zogen das "Lass und Freunde bleiben"-Ding durch, aber ich stellte fest, dass das nur funktioniert, wenn beide Partner ehrlich nur an einer Freundschaft interessiert sind. Diese Mail schrieb ich Naomi, nachdem wir schon sieben Monate getrennt waren. Ich bin sicher, dass sie mir geantwortet hat, aber ich habe sie gelöscht. Denn ich bin ein Idiot. Datum: 27. Januar 2005 Von: HEATH An: NAOMI Betreff: Du musst grausam sein, um freundlich zu sein Naomi, ich schreibe dir jetzt diese Zeilen, um dir Klarheit zu verschaffen und weil wir uns in der nächsten Zeit wahrscheinlich nicht begegnen werden, um darüber zu reden, denn du arbeitest und ich verlasse die Stadt. Hier ist jedenfalls das, was ich zu sagen habe: Ich weiß, es nervt, aber ich sehe leider keine andere Möglichkeit. Vielleicht solltest du es lieber ausdrucken und irgendwo anders lesen als in einem Internet-Cafe, denn was ich zu sagen habe, ist nichts Schönes. Wir sollten uns nicht mehr treffen. Und zwar aus den folgenden drei Gründen: 1. Wir sind keine Freunde. Ich will nur mit dir befreundet sein, aber du willst mehr. Es wird mit uns nicht funktionieren, bevor auch du nur mit mir befreundet sein willst, anstatt die ganze Zeit nachzuschauen, ob ich noch meinen Ring trage. Es ist nicht in Ordnung, mit mir abzuhängen, wenn du noch in mich verliebt bist, ich aber keinerlei Gefühle für dich habe. Ich war naiv zu glauben, dass du über mich hinweg bist, weil ich über dich hinweg war, und wir das sein könnten, was ich wollte: Freunde. Es ist also meine Schuld. Ich entschuldige mich, wenn du dich herausgefordert gefühlt hast, weil ich dich noch weiterhin treffen wollte. 2. Du brauchst eine Auszeit, um zu akzeptieren, dass ich nicht zurückkommen werde. Hör auf, es zu leugnen. Es ist aus. Komm drüber weg. Was wir hatten, war nicht das, was ich wollte, und was ich jetzt habe, ist super. Bei dir zu bleiben, nur um dich glücklich zu machen, aber mich selbst unglücklich, wäre totaler Scheiß. Ich war also selbstsüchtig, aber nur, weil es sein musste, und ich sehnte mich nach allem, was wir nicht hatten. 3. Deine über-selbstbewusste Fassade ist unattraktiv und krankhaft, wenn du mich fragst. Das ganze "Ich bin das beste, was dir je passieren wird" und "Du weißt ja gar nicht, wie gut du es hattest" und "Du machst einen Riesenfehler" ... Oh, und natürlich mein Favorit "Wenn du dir erst drüber klar wirst, kommst du eh zurück" etc. Die Tatsache, dass du denkst, ich mache einen Fehler, bedeutet, dass du denkst, ich bin zu blöd zu erkennen, was ich tue, und dass ich den größten Fehler meines Lebens mache. Wie könnte ich einen sieben Monate andauernden Fehler machen? Wenn das mit uns beiden hätte funktionieren sollen, dann hätte es funktioniert. Hat es aber nicht. Wenn du mich wirklich kennen würdest, wüsstest du, dass wenn dies hier nur eine Phase wäre, sie nicht ganze sieben Monate andauern würde. Und ich könnte niemals mit jemandem zusammen sein, der mir so wenig zutraut und mich so wenig respektiert. Das ist eine Beleidigung. Du (wie so ziemlich jeder Hollywoodfilm) hast mir gesagt: "Wenn du dir sicher bist, dann bist du dir sicher" – und ja, ich bin mir jetzt sicher! Ich liebe jetzt Michelle, ich respektiere sie als Ganzes, wir fühlen uns auf vielen Ebenen verbunden, und ich will nirgendwo anders sein, wenn ich mit ihr zusammen bin. So fühlte ich mich mit dir nie. Das bedeutet nicht, dass du ein schlechter Mensch bist oder so - es bedeutet, dass du nicht die Richtige für mich bist, und ich nicht der Richtige für dich. Sorry, dass ich so ein Arsch sein muss, aber das Ganze geht schon zu lange, und vielleicht war ich zu nett, denn offenbar kommt meine Botschaft bei dir nicht an. Ich würde gerne weiterhin mit dir befreundet sein, aber im Moment funktioniert das nicht, weil unsere Sichtweisen so verschieden sind. Das wäre gegenüber keinem von uns fair. Dein Widerspruch ist mir jederzeit willkommen, aber er wird nichts ändern. Ich bin jetzt verlobt - eindeutiger kann ich's dir nicht machen. Diese Mail ist, was du brauchst, um drüber hinwegzukommen, denn du verschwendest deine Zeit damit, darauf zu warten, dass alles wieder normal und damit perfekt sein wird. Denn das wird nicht passieren. Und ganz ehrlich, ich hab die Schnauze voll vom mit dir Schlussmachen. Du bist schlauer (wie du immer sagst), also beweis es. Pass auf dich auf, Heath


Eingeschickt von: STACY Dauer der Beziehung: 1.5 Monate INFO: Dies sind die Dinge, dich ihm als Gründe für das Ende genannt habe. Von: STACY An: FABIO Betreff: Warum wir eine (permanente) Pause brauchen (für eine LANGE Zeit) - Weil ich nicht atmen kann - Weil meine Freunde mir zu viel bedeuten und du nicht - Weil ich mich nicht wie ich selbst fühle - Weil du zum Fürchten aussiehst. Ich glaube, ich war auf Drogen, als ich dich zum ersten Mal traf, und bin irgendwie in die Beziehung gerutscht. Hey Mann, du hast schon viel schlimmere Sachen als das hier zu mir gesagt. - Weil ich mich dumpf, unkreativ, leblos, gefangen fühle - Weil unsere Beziehung ungesund ist - Weil das unheilbar ist. Je mehr wir versuchen das rauszukommen, desto ungesünder wird's. - Weil es eine nie enden wollende Schlacht ist. - Weil ich mich nicht mehr selbst verarschen will - Weil ich dich nicht mehr liebe - Weil ich noch nicht bereit bin für Heirat und Kinder - Weil du mich permanent herausforderst: "Das traust du dich nicht." - Weil ich gemerkt habe, dass ich dich gar nicht vom Gegenteil überzeugen muss - Nein, wenn ich Schluss mache, stirbst du nicht - Weil ich nicht weiß, was ich will, aber ich weiß, was ich nicht will - Weil ich mich unter Druck gesetzt fühle - Ja, ich bin durcheinander. Aber ich bin froh, dass es jetzt passiert und nicht erst in sechs Monaten - Weil wir zu viel gestritten haben, dabei waren wir nur sechs Wochen zusammen - Weil unsere Beziehung zu schnell ging - Weil wir nicht fair zueinander sind - Weil ich nicht bereit bin, alles in Stein zu meißeln - Weil du viiiiiiieeeeeeel zu bedürftig bist - Weil du mich erstickst! - Ich habe es nicht nötig, dein Herz nicht noch mal zu brechen. Obwohl du so ein Wichser bist. Ich hätte kein Problem, damit, es dir immer wieder zu brechen, denn du hast es verdient. Im Ernst. - Ich laufe weg - aber nicht aus Furcht, sondern weil ich schlau bin - Ich sehe nicht, dass wir jemals wieder zusammen kommen. Nicht in einem Monat, nicht in sechs Monaten, nicht ein einem Jahr – niemals! - Ich bin, wer ich bin. Hast du ein Problem damit? Verpiss dich!


Eingeschickt von: STEVE Dauer der Beziehung: 3 Monate INFO: Cindy und ich hatten uns bei der Arbeit kennen gelernt und waren seit Januar 2005 zusammen. Drei Monate später haben wir uns getrennt aufgrund einer generellen Beziehungs-Dysfunktion... Cindy zweifelte Permanent an der Echtheit unserer Beziehung, also machte ich Schluss, um uns beiden Ärger und Zeit zu sparen. Wir waren schon seit zwei Monaten getrennt – also fast so lange, wie wir zusammen gewesen waren – als wir diesen E-Mail-Dialog begannen. Ich hatte eine Woche lang nicht auf ihre Mail geantwortet, weil ich verreist war. So fing alles an. Datum: 7. Juli 2005 FROM: "CINDY" TO: "STEVE" Betreff: Schade Hi Steve! Ich glaube, ich verstehe deinen Hinweis. Schade, dass du so empfindest. Ich möchte, dass du weißt, dass ich finde, dass du ein wunderbarer Mensch bist. Und es macht mich traurig zu sehen, dass du es offenbar so enden lassen willst, ohne mit mir darüber zu reden. Ich gebe dir nicht die Schuld an dem, was du getan hast. Ich habe akzeptiert, dass ich Hilfe brauche. Ich bin krank, aber auf dem Wege der Besserung. Hättest du nicht alles beendet, wie du es getan hast, wäre ich so geblieben, wie ich war. Du findest das wahrscheinlich lustig, aber das ist mir egal. Vielleicht findest du es auch krank, dass ich nach all der Zeit immer noch über diese Dinge nachdenke, aber ich wollte dir diese E-Mail schicken, um für mich einen Strich unter die Sache zu ziehen. Mein Verhalten lag nicht an einer Charakterschwäche, wie ich dachte, sondern an einer echten Krankheit. Ich bin glücklich, jetzt wieder mit mehr Selbstkontrolle auf dem Damm zu sein. Ich bin zuversichtlich, dass ich bald jemanden treffen werde, der mich versteht und mich so liebt, wie ich bin. Nichtsdestotrotz willst du offenbar nichts mehr mit mir zu tun haben – selber Schuld. Hahaha... Ich bin ein nettes Mädchen! Ich hoffe, dass alles gut für dich wird. Vergiss das Konzert. Wenn du es nicht mal fertig bringst, mit mir zu reden, sollten wir auch nicht zusammen arbeiten. Cindy Datum: 10. Juli 2005 Von: "STEVE" An: "CINDY" Betreff: RE: Schade Liebe Cindy, ich habe eine Weile darüber nachgedacht, ob und wie ich dir auf deine Mail antworten soll. Ich wollte dir gerne antworten, aber ich wollte nicht, dass es klingt, als wenn ich das letzte Wort haben will. Nachdem ich ein paar Tage gegrübelt habe, habe ich mich entschlossen, dich einfach wissen zu lassen, dass ich sie bekommen habe und dass ich verstehe, warum du dich so fühlst. Ich ziehe heute also einen Schlussstrich, um dir zu sagen, dass ich hoffe, es geht dir gut und alle Hilfe bekommst, die du brauchst. Ich stimme dir vollends zu, dass wir nicht zusammen bei dem Konzert arbeiten sollten, aber ich bin sicher, ihr stellt eine tolle Party auf die Beine – auch ohne uns. Pass auf dich auf, Steve Datum: 11. Juli 2005 Von: "CINDY" An: "STEVE" Betreff: RE: Schade Heilige Scheiße, bist du ein Riesenarschloch. Datum: 12. Juli 2005 Von: "STEVE" An: "CINDY" Betreff: RE: Schade Cindy, es tut mir leid, dass du das so siehst. Ich habe versucht, dich zu unterstützen, aber das siehst du offenbar anders, und ich verstehe das. Alles, was ich auszudrücken versucht habe, war: Ich hoffe, es geht dir gut. Und da ich das Gefühl habe, ich kann nichts mehr sagen oder schreiben, ohne dass es missverstanden wird, höre ich jetzt lieber auf. Peace, Steve Datum: 12. August 2005 Von: "CINDY" An: "STEVE" Betreff: Keiner (handgeschriebener Brief) Du musstest heute schlafen. Das ist okay, ich musste drüber lachen mit meinem blauen Mund. Deiner ist wahrscheinlich gelb, weil dir ein Weisheitszahn gezogen wurde. Ich habe dich bloßgestellt, und ich fand es super! Wahaha! Ich bin verrückt, aber du weißt nicht, wie sehr. Lloyd und ich haben uns die Lippen pink bemalt und die Tageskarte abgeknutscht. Ich glaube, morgen gibt es Muschelsuppe. Uärks! Ich schreibe dir Briefe, wenn mir danach ist, und ich hoffe, du verbrennst sie. Du bist nur ein Ventil für mich. Wie wenn ein Penis in eine Vagina geht, das ist auch nur ein Ventil. Ich verlasse diese Welt und verfolge meinen eigenen Weg aus Schweißflecken und riesigen Metallschlangen. Hüte dich vor den New Yorker Stachelschweinen, sie haben scharfe Stacheln und lustige kleine Zungen. Hier liege ich also in meiner silber-blauen kugelsicheren Weste und meinen waschbaren Menstruationshöschen. Meine Vagina blutet ab und zu, und das ist komisch. Überall sind Karos und "A Lover" Schilder. BITTE KEINE GEISTER. Die wollen wir nicht. "Heilige Scheiße, bist du ein Riesenarschloch" sind nur getippte Worte, dummer Mann. Sie sind nicht mal handgeschrieben. Genieß es, deine Lippen mit Tau ihrer Schenkel zu benetzen. Datum: 15. August 2005 Von: "STEVE" An: "CINDY" Betreff: Briefe... Liebe Cindy, seit wir nicht mehr zusammen sind, hast du mich Feigling und Riesenarschloch genannt und dich nicht mal dafür entschuldigt. Du hast meine Bemühungen, dich zu unterstützen ausgeschlagen, bist unangemeldet bei mir zu Hause aufgetaucht und hast mir Briefe hinterlassen, deren Sinn mir unklar ist. Mir reicht's. Ich bin mit jemand anderem zusammen und sehr glücklich. Bitte hör auf, mich ungewollt zu kontaktieren, denn ich habe nichts mehr zu sagen. Steve Datum: 17. August 2005 Von: "CINDY" An: "STEVE" Betreff: hahahha Hi Steve! Okay, ich werde dich in Ruhe lassen. Ich hoffe aufrichtig, dass für dich und deine Neue alles gut wird. Es ist okay. Ich werde jemand anderes finden, dem ich wahllos Briefe schreiben kann... Sie hatten überhaupt keinen Sinn. Ich schreibe einfach gerne Briefe, und ich fühlte mich schlecht, weil ich dich Feigling und Arschloch genannt habe. Ich dachte, indem ich dir durchgeknallte Briefe schreibe, würde ich mich indirekt entschuldigen. Hahaha ... Hat wohl nicht so ganz funktioniert. Wie auch immer, see you later, Alligator (oder auch nicht)!! Die ganze Situation ist echt komisch – und ich hab mich wirklich sehr komisch benommen, aber na ja. Wenigstens habe ich mehr über mich herausgefunden. Danke, Steve! Wahrscheinlich wirst du auf diese Mail nicht antworten, aber das macht nichts! Deine dir auflauernde (nicht wirklich, nur ein bisschen exzentrische) ex-Partnerin Cindy


Eingeschickt von: STASH'S Freund Dauer der Beziehung: Gar nicht INFO: Okay. Das hier sieht auf den ersten Blick vielleicht gemein aus, aber ich glaube, ich muss die Welt vor diesen Dingen warnen. Das Folgende ist ein E-Mail-Austausch zwischen meinem Freund Stash, einem Gastdozenten in Japan, und einer japanischen Studentin. Er dauerte etwa eine Woche. Ich möchte betonen, dass die beiden niemals miteinander ausgegangen sind oder sonst wie gemeinsam in der Öffentlichkeit zu sehen waren. Sie hatte ihn einfach nach seiner Mailadresse gefragt, damit er ihr bei irgendeiner Sache hilft. Sie kannten sich also so gut wie gar nicht. Von: Chizuru An: Stash Heute ich möchte dir eine Sache sagen... Vielen dank. Du hast mir so viele wichtige Sachen beigebracht. Du bist mein Held! (zu gut?) Jedenfalls bis bald! Von: Stash An: Chizuru Das ist lieb von dir. Aber das ist ein bisschen zu viel. Ich bin froh, dass du viel lernen konntest... (er hält es höflich, aber bestimmt) Von: Chizuru An: Stash Hi! Wie geht's dir? Heute konnte ich dich nicht treffen in der (Schulname). Also war ich enttäuscht! Aber ich habe geträumt von dir letzte Nacht. Es war so gut! Hast du was vor an diesem Donnerstag? Wenn du frei bist, lass uns zum Trinken gehen! Von: Stash An: Chizuru Ähmmmm... ich glaube nicht. Ich bin etwas in Sorge, dass du noch mehr willst als nur das. Ich hoffe, das ist okay. Von: Chizuru An: Stash Wenn du es weigerst, bin ich ok. Kein Problem. Aber ich kann nicht verstehen, weenn ich dich liebe, was ist das größte Problem? Natürlich, ich weiß, mein Englisch ist schlecht, ich habe keinen Charme. Und ich gehe zurück nach Kanada. Was soll's? Von: Stash An: Chizuru Entschuldige, Chizuru, aber ich glaube nicht, dass du das verstehst. Du sagst, du liebst mich, aber du kennst mich doch gar nicht. Ich fühle mich geschmeichelt, aber es geht doch gar nicht um dich. Ich möchte keine feste Beziehung, aber du offenbar schon. Außerdem möchte ich dir nicht das Herz brechen, was aber unweigerlich geschehen würde. Es tut mir leid, aber ich hoffe, du verstehst. (Okay. Hosen runter gelassen, jetzt muss sie's kapieren.) Von: Chizuru An: Stash Ich weiß. Du hast recht. Ich kenne dich gar nicht. Stash, ich mag einfach deine Atmosphäre. Egal, warum vermeidest du feste Beziehung? (feste Beziehung? Oder dich?) Von: Stash An: Chizuru Ach... eine schwierige Frage. In erster Linie, weil ich zu jung und unreif bin. Kurze Beziehungen geben mir mehr Freiheiten und mehr Spaß. Ich möchte mich nicht an irgend etwas binden. Ich hoffe, du verstehst das. (Sie muss. Sie muss einfach.) Von: Chizuru An: Stash Ich auch jung. Und unreif. Ist es unmöglich, zusammen erwachsen zu werden? Ich will nicht an dich binden. Im Gegenteil, ich will an dich heilen. (?!) Von: Stash An: Chizuru Sorry, aber das ist ausgeschlossen, denn ich will noch nicht erwachsen werden! (Ich finde, direkter kann man es nicht sagen, ohne ausfallend zu werden) Von: Chizuru An: Stash Ich habe verstanden. Aber bitte wisse, dass ich dich liebe. Du solltest deine Zeit genießen DU bist frei. Ich werde es nicht stören. Ah, ich möchte nur bei dir sein... (die letzte Mail blieb unbeantwortet) Illustration: dirk-schmidt

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