Sackboy und Sackgirl: 10 Dinge über Little Big Planet

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1. Auch wer sich nicht für Computerspiele interessiert: dieses Sackmännchen mit Reißverschluss am Bauch sollte man kennen. Es handelt sich dabei um die Hauptfigur aus dem neuen Playstation3-Spiel Little Big Planet, in Spielerkreisen LBP abgekürzt. 2. Sackboy tritt nicht nur in der braunen Variante auf, in der man ihn in Anzeigen sieht. Sackboy kann auch sein Aussehen verändern. Als Spieler kannman ihn nach den eigenen Wünschen umgestalten, natürlich gibt es auch Sackgirl.

3. Die LBP-Macher beschreiben ihr Spiel unbescheiden als "anders als alles, was du bisher erlebt hast" und zielen damit auf das Kernelement des Spiels ab: Selber machen. 4. Denn darum geht's: Als Spieler kannst du Sackboy (oder Sackgirl) wie in klassischen Jump and Run-Spielen steuern und lenken. Das Besondere dabei: Du kannst nicht nur die Hauptfigur, sondern auch die ganze LittleBigPlanet-Welt selber gestalten. 5. Mit LittleBigPlanet hat Sony nicht nur den ersten großen und wichtigen Titel auf den Markt gebracht, der ausschließlich auf der hauseigenen Konsole Playstation3 läuft. Man will mit LBP auch in die so genannte Welt des Gaming 3.0 vorstoßen. Damit wird in Spieler-Kreisen das Pendant zum Web 2.0 beschrieben: also eine durch Nutzerbeteiligung und Interaktivität gekennzeichnete Spielewelt.


6. Dadurch dass die Nutzer LBP ständig weiterentwickeln und umgestalten können, hat das Spiel kein wirkliches Ende. Dies ist für den Hersteller wie für den Spieler von Vorteil. Man muss nicht auf neue Versionen warten (als Spieler) und spart sich (als Entwickler) hohe Investitionen für neue Levels. 7. Diese neue Form der Spiel-Entwicklung kann allerdings nur in einer perfekten Welt funktionieren, in der niemand Geld verdienen will. Denn: Wie wird bei LBP für die Nutzung neuer Levels gezahlt? Diese Frage stellen sich derzeit viele Nutzer, denn laut Nutzungsbedingungen von LBP hat Sony das Recht, die von den Spielern gestalteten Inhalte auch weiterzugeben.

8. Das Selbermachen und Gestalten kann also auch zu Problemen führen. Am Wochenende löschten die Verantwortlichen von Sony von Nutzer gestaltete Spielwelten. Begründung: Diese würden gegen geltendes Recht verstoßen. 9. Hintergrund der Löschung: LBP-Spieler hatten Welten erschaffen, die sich auf Filme, andere Spiele oder Bands bezogen. Unter Verweis auf die Nutzerbedingungen löschten die LBP-Verkäufer diese Welten, weil die Kreativität der Nutzer hier mit dem Urheberrecht und den Markenrechten der Filme oder Bands hätte in Konflikt geraten können. 10. Die neue Gestaltungskraft der Spieler stellt die Spielehersteller also vor neue Herausforderungen. Denn Selbermachen wird in den nächsten Monaten zum Prinzip von zahlreichen anderen Games. Als Entwickler sollte man zukünftig also nicht nur Programmieren und Gestalten können, man braucht auch eine juristische Grundausbildung.

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