Samstag, 14. Juni 2003 - Das Tagebuch der Anne Frank

Zu Beginn sind es einfach leere Seiten.
kristina-naeke

Zu Beginn sind es einfach leere Seiten. Es ist noch egal, wie sie von außen aussehen. Sie können jedes Format und jeden Umschlag haben. Aber dann beginnt man in sie hineinzuschreiben. Man formuliert Gedanken, Wünsche und Hoffnungen. Man vertraut ihnen Gefühle an und die Seiten werden persönlich. Anne Frank bekommt auch solche leeren Seiten zu ihrem 13. Geburtstag geschenkt. Eingehüllt sind sie in ein rot-orange-grau kariertes Poesiealbum. Zwei Tage später, heute vor 61 Jahren, beginnt sie zu schreiben. „Es ist für jemanden wie mich ein eigenartiges Gefühl, Tagebuch zu schreiben. Nicht nur, dass ich noch nie geschrieben habe, sondern ich denke auch, dass sich später keiner, weder ich noch ein anderer, für die Herzensergüsse eines dreizehnjährigen Schulmädchens interessieren wird. Aber darauf kommt es eigentlich nicht an, ich habe Lust zu schreiben und will mir vor allem alles Mögliche gründlich von der Seele reden.“ Es wurde eines der berühmtesten Tagebücher der Welt.

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