Schöner Schwören

Barack Obama ist nun Präsident der USA und rund um seine Vereidigung war ganz schön was los - elf nette Beobachtungen
jetzt-Redaktion

1. Verschworen Hups, hatte Obama sich im Text vertan? Warum stockte die Vereidigung? Weil Obama was Falsches vorgesagt wurde. Die Tagesschau klärt das Missverständnis ganz vorzüglich auf. *** 2. Mützig Kalt war's, Aretha Franklin hat mit ihrer Haube einen sauberen i-Tupfen gesetzt, W. Bushs Vater H. Bush eher nicht so. Die Beurteilung der Montage von Obama und Franklin-Haube bleibt jedem selbst überlassen.

*** 3. Metapher?

Der Mann im Rollstuhl auf dem Bild war mal Vizepräsident der USA und heisst Dick Cheney. Er hat sich das Kreuz verdorben und musste im Rolli aus dem Weißen Haus geschoben wird. "Ein Bild mit Symbolcharakter" würde Steffen Seibert im ZDF-heute journal sagen und hätte vermutlich ein wenig recht. *** 4. Die Technik-Amseln von CNN

"Magic Map" heißt das, was die CNN-Moderatoren zu jeder zweiten Gelegenheit herumschubsen. Immer wieder lassen sich die Journalisten aus Atlanta ein neues Gimmick einfallen. Diesmal erklärten sie Satellitenbilder der Inauguration, die aber wirklich beeindruckend waren: Man sah die Zuschauermengen, die dem Anlass in Washington beiwohnten und verstand, dass die meisten nicht mehr gesehen haben als der Rest der Welt. Auch tröstlich, dass man näher dran sein kann und doch nicht näher dran ist. *** 5. Wer war das rechts neben Stevie Wonder?

In der Bildbeschreibung der Fotoagenturen wurde versichert, es handele sich um den Sänger Sting. Wieder was gelernt. *** 6. Obama Hotties

Hat nicht direkt mit dem 20. Januar zu tun, aber trotzdem interessant: Das Team von Obama ist schon einer Hotheitswertung anheim gefallen. Klarer Sieger und hottester Hund der neuen Administration ist nach einer Abstimmung der Website "Gawker" Rahm Emanuel, neuer Stabschef im Weißen Haus. Im Bild zu sehen bei einer ersten Besprechung am Tag 1 der Präsidentschaft. *** 7. Eins, zwei, Chachacha

Ein beruhigendes Video dürfen wir hier verlinken: Es zeigt Michelle und Barack Obama beim Tanzen, begleitet von Beyoncé. Aber es fällt einem schwer, das Stückchen Film ohne Fremdschämattacke durchzuschauen. Da werden Erinnerungen an Hochzeiten wach, bei denen sich ungelenke Paare vor aller Augen durch diverse Eröffnungstänze quälten. Die Obamas haben das Steppen augenscheinlich auch nicht trainiert und schieben sich müssig hin und her. Dass sie schon weit vor Ende des Beyoncé-Liedes zu klatschen beginnen, muss als Ausdruck ihrer eigenen Genervtheit über das öffentliche Tanzenmüssen gedeutet werden. *** 8. Der Blog des Weißen Hauses ist da

Auch im Netz haben die Obama-Leute Punkt 12.01 Uhr die Herrschaft übernommen - zumindest was die Website des Weißen Hauses betrifft. Dort erschien um die erwähnte Uhrzeit der erste Eintrag. Im übrigen ist die Seite gar nicht so fad wie man denkt: In der Rubrik "Fun Facts" erfährt man zum Beispiel unnützes Wissen wie jenes, nach dem John F. Kennedy 1957 mal den Pulitzer-Preis gewonnen hatte. Nicht schlecht. *** 9. Modenamen

War klar: Rüstige Eltern nennen ihre Kinder jetzt nicht mehr Kevin sondern Barack und Michelle. So geschehen in Kenia, ganz kurz nach der Amtseinführung: Linda Omondi nannte ihr Baby Michelle Obama (links) und Caroline Akinyi nannte ihres Barack Obama. Glückwunsch trotzdem. *** 10. Japan lernt mit Obama Ein kluger Mensch in Japan hat Obamas Reden seit 2004 zusammengetackert und daraus ein Englisch-Lernbuch gemacht. Kommt super an: In zwei Monaten wurden angeblich 400.000 Exemplare vertickt. Wenn jetzt noch die Reuters-Korrespondenten in das Buch schauen, die in ihrem Beitrag darüber berichten, wird alles gut. *** 11. Vermarktung Am Dienstag erschien in einer Zeitung in Nigeria die Anzeige einer Matratzenfirma, die von dem Hype auch was abhaben wollte. Irgendwie nett, der American Dream á la Afrika:



Text: jetzt-Redaktion - Fotos: Screenshots, afp, ap, dpa, rtr

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