Sehr peinlich: Auf ein Viral Ad reinfallen

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Microsoft wollte für die Einführung seines neuen Betriebssystem Windows Vista auch mal bei der jungen hippen Entscheider-Schicht der 20- bis 30-Jährigen punkten und hat zu diesem Zweck einen jungen Komiker namens Demetri Martin beauftragt, eine kleine Serie zu verfassen. Unter clearification.com hat er in sechs Folgen von seinem Besuch in dem "Institute for advanced Personhood" erzählt. Weil er sich irgendwie allgemein leicht unwohl fühlt, wird er in diesem Institut vorstellig. Ein zerstreuter Professor untersucht ihn zunächst, später muss Demetri verschiedene Aufgaben erledigen, zwei Bälle jonglieren, als Eichhörnchen verkleidet Gitarre spielen - was man in so einem Institut eben macht. Eigentlich passiert nie etwas Aufregendes, aber durch die Kultivierung der Langeweile und völlig absurde Einfälle sind die Folgen trotzdem sehr unterhaltsam und vor allem sympathisch. Denkt man sich ja nicht viel dabei, wenn hin und wieder ein Computer-Bildschirm auftaucht und immer wieder die gleiche Benutzeroberfläche erscheint. Wenn es der Geschichte dient... Und dass unten links auf der Seite ebenfalls das Logo von Windows Vista steht? Wenn überhaupt glaubt man, so ein Künstler müsse ja auch von irgendetwas leben. Umso blöder komme ich mir jetzt vor, nachdem ich (reichlich spät) entdeckt habe, dass diese Seite und Serie einzig und alleine dem Image-Gewinn von Microsoft dienen sollte und ich so richtig reingefallen bin. Mein einziger halber Trost: Wenn Werbung so diskret ist, dass man sie gar nicht mehr sieht, dann hat selbst das ausgefuchsteste Viral Ad-Kampagne irgendwie versagt. Oder?

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