Sensation: Deutsches Institut besser als Harvard oder Stanford

Die EU plant gerade ein neues Technologie-Institut, das mindestens so super sein soll wie die amerikanischen Elite-Unis. Dabei gibt es in Deutschland die Max-Planck-Gesellschaft. Die ist toller als so manche Edel-Uni dieser Welt.
durs-wacker

EU-Kommissionspräsident Jose Emanuel Barroso hat sich was ausgedacht: Er will ein Europäisches Technologie-Institut gründen, das Minimum so gut werden soll wie das Massachusetts Institute of Technology (MIT) in den USA – von dort kommen ganz viele Nobelpreisträger. An der europäischen Variante sollen die besten Wissenschaftler Europas gemeinsam forschen und von dort am besten direkt zur Verleihung des Nobelpreises nach Stockholm reisen. Dabei gibt es in Deutschland bereits eine Art Forschungskette, die zu den besten in der Welt gehört. Nachfolgend neun erhellende und mitunter verblüffende Fakten über die Max-Planck-Gesellschaft. Zum Weitererzählen, wenn mal wieder jemand von Elitestudenten und Exzellenzinitiativen plaudert. 1. Die Max Planck Gesellschaft macht Grundlagenforschung und hat in Deutschland über 12.000 Mitarbeiter in 78 Forschungsinstituten. 2. Wissenschaftlicher Erfolg misst sich unter anderem an der Zahl der Zitationen, also daran, wie oft wissenschaftliche Ergebnisse von anderen Wissenschaftlern in ihren Arbeiten zitiert werden. Im Ranking nach Zitationen im Fachgebiet Weltraumforschung liegt die Max Planck Gesellschaft weltweit auf Platz zwei. Auf Platz eins liegt die NASA. 3. Zahl der Nobelpreisträger in den Jahren 1980 mit 2004 Stanford University: 8 Harvard University/Harvard Medical School: 8 Massachusetts Institute of Technology: 8 Max Planck Gesellschaft: 8 California Institute for Technology: 6 Princeton University: 5 Columbia University: 3

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Illustration: Julia Schubert

Das ist der Professor Hänsch. Der arbeitet als Direktor bei der Max-Planck-Gesellschaft und hat 2005 den Nobelpreis für Physik bekommen. Herr Hänsch weiß ganz viel und erzählt das gleich der Dame neben ihm und den jungen Herren im Hintergrund. Dann haben die auch was vom Nobelpreis und können sagen, dass sie jemanden von der Max-Planck-Gesellschaft kennen. Die soll nämlich ziemlich gut sein. (Foto: dpa) 4. Ranking nach Zitationen im Fachgebiet Chemie: Platz eins für die MPG. Platz zwei und drei: University of California vor Kyoto University. 5. In den 37 sogenannten International Max Planck Research Schools arbeiteten im Wintersemester 2005/06 etwa 1.500 Wissenschaftler an ihrer Doktorarbeit. Ausländeranteil: 60 Prozent. 6. Frauenanteil: 45 Prozent. 7. Ranking nach Zitationen im Fachgebiet Physik: Platz eins für die MPG. Platz acht: Stanford University. 8. Ein Vergleich der MPG mit der Stanford University (SU). Die SU wurde 1891 gegründet, die MPG 1911. Die MPG hat derzeit ein Jahresbudget von 1,3 Milliarden Euro. Die SU hat ein Budget von fast 1,9 Milliarden Euro im Jahr. Die MPG brachte seit 1911 genau 31 Nobelpreisträger hervor. Die SU 25. Im Science Citation Index bringt es die MPG auf 28.134 Zitationen – die SU auf 15.906. 9. Ranking nach Zitationen im Fachgebiet Materialwissenschaften: Platz eins für die MPG. Platz drei für das MIT. Quelle: Foliensatz Max-Planck-Gesellschaft zur Jahrespressekonferenz am 24. November 2005 in Berlin

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