..., sonst höre ich auf!

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[b] 50 Cent Die Ansage:[/b] Rapper 50 Cent: Wenn Kanye West mehr Platten verkauft als ich, höre ich auf zu Rappen!

Rapper 50 Cent. Foto: rtr [b]Der Hintergrund:[/b] 50 Cent war sich im vergangenen Herbst sicher, dass seine neu erscheinende Platte „Curtis“ so verdammt gut ist, dass kein Mensch an ihr vorbei kommen würde, auch nicht „Louis Vitton-Don“ Kanye West. Die Plattenfirmen inszenierten den Showdown und ließen beide Platten am selben Tag an den Start gehen. In der ersten Woche verkaufte sich „Graduation“ 957.000 Mal in den USA, „Curtis“ schaffte nur 691.000 Verkäufe. Der Sieg ging also klar an West. [b]Und was ist draus geworden?[/b] Der klassische Wortbruch: 50 Cent hörte einfach nicht auf zu rappen.


[b]Dalai Lama Die Ansage:[/b] Dalai Lama: Wenn die Gewalt in Tibet eskaliert, trete ich als weltliches Oberhaupt zurück.

Dalai Lama. Foto: rtr [b]Der Hintergrund:[/b] Letztlich dient die Drohung des Dalai Lamas wohl in erster Linie seine Popularität auszunutzen und westliche Prominente zu Demonstrationen gegen die chinesische Führung zu bewegen. Keine blöde Idee. Bloß kann der Dalai Lama einfach so zurücktreten? Gott kann ja auch nicht sagen: Ich höre dann mal auf. [b]Und was ist daraus geworden?[/b] Noch nix.


[b]Gerhard Schröder Die Ansage:[/b] Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder: Wenn ihr mir nicht vertraut, gibt es Neuwahlen.

Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder. Foto: ddp [b]Der Hintergrund:[/b] Schröder war wohl der Kanzler mit den meisten Rücktrittsdrohungen. 2002 verknüpfte er eine Vertrauensfrage mit der Abstimmung über den Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr. 2005 stellte er abermals die Vertrauensfrage, die er – wie geplant – verlor. Danach gab es Neuwahlen. [b]Und was ist daraus geworden?[/b] Die SPD verlor die Wahl. Und obwohl sich Schröder noch am Wahlabend („Elefantenrunde“) sicher war, Kanzler bleiben zu können, wurde Angela Merkel Bundeskanzlerin.


[b]Uli Hoeneß Die Ansage:[/b] Bayern-Manager Uli Hoeneß: Wenn das nicht lösbar ist, höre ich auf.

Bayern-Manager Uli Hoeneß (r.) kurz vor dem Wutausbruch. Foto: dpa [b]Der Hintergrund:[/b] Eigentlich gab es bei der Jahreshauptversammlung des FC Bayern keinen Grund, irgendetwas zu kritisieren. Tolle Transfers, drei Titel in Sicht. Alles in Ordnung? Dann erdreisteten sich Fans und kritisierten die Stimmung im Stadion. Manager Uli Hoeneß hob die linke Hand und setzte an zu einem sehr lauten Monolog. „Eure Scheiß-Stimmung, da seid ihr für verantwortlich, nicht wir.“ Und dann noch: „Was glaubt ihr eigentlich, wer ihr seid?“ Das Video ist ein Renner bei youtube und gilt als „Trapattoni 2.0“. Was erlaube Hoeneß? [b]Und was ist daraus geworden?[/b] Die Stimmung ist immer noch übel, aber Uli Hoeneß trotzdem noch Manager. Klassischer Fall von „totgeschwiegen“.


[b]Uwe Boll Die Ansage:[/b] Regisseur Uwe Boll: Wenn eine Million Unterschriften zusammen kommen, höre ich auf, Filme zu machen.

Regisseur Uwe Boll (r.) boxte gegen seine größten Kritiker. Foto: ap [b]Der Hintergrund:[/b] Der deutsche Regisseur Uwe Boll hat sich darauf spezialisisert, Computerspiele zu verfilmen. Mit zwiespältigem Ergebnis. Sowohl Horror-Film-Fans, als auch Videospiel-Fans waren zum größten Teil sehr enttäuscht von dem Ergebnis. Also haben sich einige Fans zusammen geschlossen und eine Online-Petition gestartet, in der sie Boll bitten, nie mehr Regie zu führen. Uwe Boll, in einem Interview auf die Petition angesprochen, versprach daraufhin, dass er dann aufhört, wenn eine Million Unterschriften zusammen kommen. [b]Und was ist daraus geworden?[/b] Bislang sind noch keine 1.000.000 Unterschriften zusammen gekommen. Allerdings hat die Petition in den letzten Tagen einige Öffentlichkeit bekommen. Möglicherweise knacken sie die Millionengrenze ja noch. Dann wird sich Uwe Boll überlegen müssen, ob er sein Versprechen wahr macht.


[b]Viele! Die Ansage:[/b] Wenn George W. Bush die Wahl gewinnt, wandere ich aus.

Bush-Kritiker Alec Baldwin lebt immer noch in den USA. Doch nicht nur er. Foto: dpa [b]Der Hintergrund:[/b] Diese Aussage wird dem Schauspieler und demokratischen Urgestein Alec Baldwin zugeschrieben, der das angeblich 2000 kurz vor den Wahlen gesagt haben soll. Sogar seine damalige Frau Kim Basinger soll dem deutschen Magazin Focus das gesagt haben. Baldwin war nicht der einzige, der androhte, bei Bushs Wahl zum Präsidenten auszuwandern. Unter anderem drohte auch Eddy Vedder von Pearl Jam mit der Immigration, sowie der vor kurzem verstorbene Regisseur Robert Altman, die Sängerin und Schauspielerin Barbra Streisand, Schauspielerin Lynn Redgrave sowie Cher. [b]Und was ist daraus geworden?[/b] Bekanntlich nichts. Alec Baldwin lebt immer noch in den USA, ist immer noch ein glühender Anhänger der Demokraten und unterstützt die demokratische Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton. Auch die anderen blieben. Nur der ehemalige Pressesprecher von Kennedy und früherer Nachrichtensprecher Pierre Salinger machte seine Drohung wahr und ist tatsächlich nach Frankreich gezogen. [i] Texte: philipp-mattheis, christina-waechter, andreas-ernst[/i]

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