Spannung, Spaß und alte Schokolade

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ferrero Das größte Verdienst der Heidelberger Band Liquido war tief in den Neunzigern die Erfindung und gleichzeitige Verkörperung eines neues Wortes, nämlich Pullunder-Pop. Außerdem spielten sie ein narkotisches Lied, das ein halbes Jahr die Ohren der Nation annektierte. All das liegt lange zurück. In etwa genau so lange, wie der Zeitpunkt, an dem man zuletzt bewusst an die Ferrero-Süßigkeit namens Kinder-Überraschung dachte. (Geburtstagsgeschenke angesichts derer alle vor Retro-Fröhlichkeit quietschten mal ausgenommen). So ist es historisch nur recht und billig, dass Liquido und die Kinder-Überraschung nun gemeinsame Sachen machen, in diesem Fall Werbung. „Cool, lässig und ein bisschen verspielt“, steht im Ferrero-Pressetext, tritt die Band in den neuen Fernsehspots auf. In dem Werbefilm geht der verspielten Band unterwegs das Benzin aus und Keyboarder Wolfgang kommt, statt mit vollem Kanister, mit einem so genannten Ü-Ei wieder. Dazu kann man Fetzen der neuen Liquido-Single hören. So weit, so narkotisch. „Die Idee, eine Band einzusetzen, kam nicht von ungefähr. Schließlich verbindet Musik – genauso wie das „Ü-Ei“ - alle Zielgruppen: Kids, junge Erwachsene und Mütter.“ erläutert der Pressetext, erklärt aber leider nicht, warum ausgerechnet Liquido dazu ausgegraben wurden, deren öffentliche Zugkraft mittlerweile gegen Null tendieren dürfte. Oder ist das bei den Müttern noch ganz anders? Tja dann, Fools Garden bringen übrigens am 21. Oktober auch eine neue Single raus.

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