Starmanie in London

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jetzt.de Kollege Koch kommt nach einem Wochenend-Trip aus London zurück in die Redaktion und aus dem Prahlen gar nicht mehr heraus. Neue Klamotten, neue Clubs, neue Trends und tonnenweise Stars gesichtet: Keith Flint getroffen, auf derselben Party wie Boy George gewesen, im selben Hotel wie Lemmy Kilmister übernachtet, Noel Gallagher beim Shoppen gesehen und neben Forest Whitaker gesessen. Jetzt überlegt der lausige Starfucker fieberhaft, wie er genug Geld auftreiben könnte, nach London zu ziehen. "Und wo hängt Madonna so rum?" frage ich, um ihn endlich zum Schweigen zu bringen. Klappt nicht. Jetzt schwärmt er von der technischen Überlegenheit der Engländer und von Hitech-Telefonzellen, in denen man für kleines Geld ins Internet kann, Mails schreiben, SMS versenden und so weiter und so fort. Laaangweilig. Ich werde erst aufmerksam, als er von einer Videomail-Funktion erzählt, mit der man angeblich Bilder von sturzbetrunkenen Freunden, die man ohnmächtig in die Zelle bugsiert hat und denen komische Flüssigkeiten aus dem Mundwinkel laufen, festhalten und um die ganze Welt schicken kann. Klingt schon unterhaltsamer. Vielleicht sollte ich fragen, ob in seinem unbezahlbaren 8 qm-Apartment in den Outskirts der Stadt noch ein Plätzchen für mich frei ist.

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