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statusyo.de Was? Hiphop? Obwohl, oder gerade weil die Charts von Hiphop dominiert werden, wird man schon mal schief angeschaut, wenn man seine Vorliebe für dieses Genre kundtut. Als Hiphopper hat man es nämlich gesellschaftlich eigentlich nicht leicht (mal ganz abgesehen von dem harten Ghetto). Der neu angelaufene Kino-Film aus Berlin „Status Yo!“ zeigt Hiphop als Jugendbewegung, als ein „einzigartiges Movement“ (Samy Deluxe), abseits von Aggro Berlin und Eminem. Es tut gut, irgendwie. Das Manko des Filmes ist, dass er mehr als ein halbes Dutzend Geschichten erzählt, die sich immer wieder treffen, was manchmal etwas konstruiert wirkt. Dies schafft den Eindruck, dass der Film keine Geschichte erzählt. Nicht optimal gelungen ist, dass etwas statisch alle Teile des Hiphops abgehakt werden. So rennt ein Sprayer den gesamten Film einer weißen S-Bahn hinterher, um sie zu bemalen. Dennoch hinterlässt der Film ein Gefühl, das den landläufigen Hiphopper stolz macht, dazuzugehören. „Sässion“, eine der Hauptfiguren, spricht genau wie Erkan und Stefan. Doch auch das wirkt nicht lustig, sondern irgendwie ganz normal. Dies ist der rote Faden, der sich durch den ganzen Film zieht. Die Vorurteile werden nicht gebrochen, sondern als normal angesehen. Nichts desto trotz ist „Status Yo!“ manchmal ein sehr amüsierender Film, wenn Skinheads zur Musik der Biermösl Blosn und dem Freestyle von Sera Finale verkloppt werden. „Status Yo!“ ist sicher nicht der „Überfilm des Jahres“, so wird er beworben, aber es ist ein Film, der einen Teil der Jugend wunderbar porträtiert.