Stegi und Steini im Tuk-Tuk

Links der Stegi, rechts der Steini (Foto: FC Bayern) Tollkühne Typen in wackligen Kisten, so lautet das Thema der heutigen Folge in der Serie
roland-schulz
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Illustration: Julia Schubert

Links der Stegi, rechts der Steini (Foto: FC Bayern) Tollkühne Typen in wackligen Kisten, so lautet das Thema der heutigen Folge in der Serie Stegi und Steini. Die zwei Nachwuchs-Fußballer Michael Stegmayer, 20, und Markus Steinhöfer, 19, vom FC Bayern werden dabei auf ihrer Reise durch Indien begleitet: Die Fußballtalente des FC Bayern II sollen ihren Verein dort bekannt machen. Auf der Reise begegnen sie viel Neuem, zum Beispiel vielen tausend Zuschauern im Stadion. Die Zimmernachbarn Stegi und Steini berichten abwechselnd. Heute ist der Stegi dran – er erzählt, wie der FC Bayern Tuk-Tuk fährt und wann der Steini ihm mal sauer ist. Jetzt sind der Steini und ich nicht mehr Zimmernachbarn. Nein, nicht weil wir uns gestritten haben, das kommt eigentlich nie vor, nur ganz selten war mal einer von uns kurz sauer, weil er im Playstation-Spielen verloren hat. Der Grund ist einfach der: Hier in Neu-Delhi, wo wir unseren letzten Tag verbringen, haben wir alle Einzelzimmer. Die ganze Woche lang wäre das vielleicht langweilig geworden, aber für eine Nacht geht’s schon. Neu-Delhi, die Hauptstadt, ist ganz anders als Kalkutta. Die Gegensätze zwischen Arm und Reich sind nicht so groß, und einige Bezirke sind richtig sauber. Nur der Verkehr ist genauso chaotisch, und deshalb hatten wir heute ein Riesenerlebnis: Wir wollten spontan auf einen Markt, und haben uns einfach drei Tuk-Tuks genommen. Das sind motorisierte Dreiräder, die als Taxis rumfahren. Aber wie! Hier geht es nicht um Meter zwischen Mensch und Auto, sondern um Zentimeter. Die fahren kreuz und quer, total wild, hupen, bremsen kaum, und wenn die mal einen Unfall bauen, fahren die einfach weiter! Hier würde ich mich nicht trauen, zu fahren. Nach der Fahrt waren wir nassgeschwitzt vor Angst. Aber es war das Beste, was uns hier in Indien passiert ist. Da sind wir uns einig, der Steini und ich.

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