Stegi und Steini siegen in Indien

Links der Stegi, rechts der Steini (Foto: FC Bayern) Am Freitag haben wir schon auf die großartige Serie
roland-schulz
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Illustration: Julia Schubert

Links der Stegi, rechts der Steini (Foto: FC Bayern) Am Freitag haben wir schon auf die großartige Serie Stegi und Steini im Lokalsport der Süddeutschen Zeitung hingewiesen, die die zwei Nachwuchs-Fußballer Michael Stegmayer, 20, und Markus Steinhöfer, 19, vom FC Bayern auf ihrer Reise durch Indien begleitet: Die Fußballtalente des FC Bayern II sollen ihren Verein dort bekannt machen. Auf der Reise begegnen sie viel Neuem, zum Beispiel vielen tausend Zuschauern im Stadion. Die Zimmernachbarn Stegi und Steini berichten abwechselnd. Heute ist der Steini dran – wie versprochen berichtet er über das große Spiel der Bayern-Kicker im Stadion von Kalkutta: Endlich haben wir auch richtig Sport gemacht. Erst Gerd Müller, unser Co-Trainer, er hat gegen einen indischen Davis-Cup-Spieler Tennis gespielt. Der Inder hat natürlich nicht ernst gemacht, sonst hätte der Gerd noch schlechter ausgesehen. Nachher hat es der Gerd auf den Belag geschoben. Auf Rasen kann er wohl besser spielen als auf Hartplatz. Dafür haben wir das Fußballturnier gewonnen, und der Stegi hat ein Tor geschossen! Am Freitag war das Halbfinale, wir haben das indische Team Eveready 2:0 besiegt. Eigentlich hätten wir noch mehr Tore schießen müssen, weil sie uns sehr unterlegen waren. Wir hatten 80 Prozent Ballbesitz und waren immer in deren Hälfte. Die spielen schon einen anderen Fußball, nicht so entwickelt, da hat man sich manchmal gefragt, ob die das taktisch nicht so kapieren. Auch körperlich und konditionell waren sie uns unterlegen, aber sie spielen halt auch nicht so viel Fußball, eher Kricket. Das Finale haben wir heute 5:1 gewonnen. Der Stegi hat einen Freistoß reingehauen. War ein Glückstor. Nein, er hat das schon gut gemacht. Leider waren aber keine 120 000 Zuschauer im Stadion, wie angekündigt. Beim Halbfinale waren es 30 000. Beim Finale etwa 5000. Das ist wenig, und in einem großen Stadion wirkt das noch weniger. Wir waren richtig enttäuscht. Jetzt gehen wir noch runter an die Hotelbar, Abschied feiern, weil wir morgen nach Delhi fliegen. Ein, zwei Bierchen dürfen wir uns gönnen, sagt der Stegi. Wir sind ja Turniersieger.

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