Stoner-Kultur von ihrer besten Seite

Obdachlose Beziehungsschwindlerinnen, durchgeknallte New Yorker Möchtegernkünstler und ihr fahrradfahrender Dealer. Die Web-Serie High Maintenance geht in die zweite Runde.
teresa-fries

Eine lustige Serie für kiffende 15-jährige? Im Gegenteil. Auch die zweite Reihe von „High Maintenance“ ist ziemlich professionell gemacht, äußerst unterhaltsam und erstaunlich clever.

Vor zwei Monaten startete sie mit den ersten drei Folgen. Seit drei Tagen ist nun die zweite Episodenreihe von der Internetserie auf Vimeo verfügbar. „High Maintenance“ spielt in der vielschichtigen New Yorker Stoner-Szene und handelt von einem namenlosen Gras-Dealer und seinen gestressten, exzentrischen und verrückten Kunden.

http://vimeo.com/56569824

Produziert wird die Serie von Katja Blichfeld, einer in Brooklyn lebenden Casting Direktorin, die bereits für einen Emmy nominiert war und zur Zeit bei NBC für die Sitcom „30 Rock“ arbeitet. Zweiter Produzent ist ihr Ehemann, dem Schauspieler und Autor Ben Sinclair, der den Dealer in der Web-Serie spielt. Rusell Gregory, Talentmanager und Gründer von „Regarding Entertainment“, ist der dritte Co-Produzent.
Das Besondere an „High Maintenance“ ist, dass die Serie ausschließlich von ihren  Charakteren lebt.  Viel Handlung gibt es nicht, dafür verrückte Typen und grandiose,  Dialoge, gleichsam mit hintergründigem Humor und überraschender Ernsthaftigkeit.

Jede für sich stehende Folge schafft es in nur fünf bis sieben Minuten dem Zuschauer einen Kunden und seine Lebenswelt wirklich nahe zu bringen und darüber eine Geschichte mit einem unerwarteten Wendepunkt zu erzählen, für die meist der namenlose Dealer sorgt. Wie zum Beispiel in der Folge in der er seinem Kunden sagt, dass seine neue Freundin nicht bei ihm wohnt, weil sie so verliebt, sondern weil sie obdachlos ist.

Die Episoden sind nach Personen benannt, die nicht unbedingt der Hauptprotagonist sein muss, und wenn die Folgen „Trixie“, „Olivia“ und „Helen“ so direkt ansprechend, überraschend und lustig sind wie die ersten drei, sollte man sie nicht verpassen.

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