Tanz den Stromerzeuger! 10 Fakten über die grünste Disco der Welt

Der erste Öko-Club der Welt öffnet in London. Zehn Fakten über eine Disco, in der Gutmenschen um's Überleben tanzen.
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Und jetzt alle: Auf und nieder, immer wieder, nicht nachlassen, sonst gehen die Lichter aus! 1. Öko ist in diesem Club vor allem die Stromerzeugung: Die Energie wird nämlich von den Besuchern selbst hergestellt – beim Tanzen. 2. Voll korrekt: Wer nachweislich zu Fuß oder mit dem Rad in den Club gekommen ist, kommt umsonst rein. Alle anderen dagegen müssen 10 Pfund Eintritt zahlen. 3. Auch die Getränke sind selbstverständlich bio mit großem B. Die Schnäpse sind aus organischen Zutaten hergestellt und die Gläser, in denen sie ausgeschenkt werden, nahezu vollständig recyclebar. Und für danach ist auch gesorgt: Die Toiletten werden mit Brauch-Wasser gespült. 4. Die Veranstaltungreihe, die auf den Namen „Club4Climate“ hört, befindet sich in der Pentonville Road in King’s Cross und gehört dem Millionär und Tory-Freund Andrew Charalambous. 5. Bevor die Gäste den Club betreten dürfen, müssen sie noch kurz ihre Unterschrift abgeben. Ist aber für nichts Schlimmes, sondern nur eine Petition gegen Klimawandel und für Umweltschutz.

Gestatten, Dr. Earth. Seine Mission: die Welt in der Diskothek retten. 6. Und warum das alles? Mr. Charalambous hofft, auf diesem Wege auch die hedonistische Ausgeh-Jugend für den Klima-Schutz begeistern zu können und so viele Menschen wie möglich für dieses Ziel zu gewinnen. Auf der Website präsentiert er sich als Dr. Earth, als ein glatzköpfiger und weißgekleideter Mann, der vermutlich nur ganz aus Versehen an den bösesten James Bond-Bösewicht aller Zeiten, Ernst Stavro Blofeld erinnert. 7. Und wie funktioniert das noch mal mit dem Strom? Der wird auf dem Tanzboden hergestellt. Im Boden stecken nämlich sogenannte Piezokristalle, die, wenn sie "zusammengedrückt" werden elektrische Spannung erzeugen, die wiederum in Batterien geleitet wird. Mit dieser Energie werden zumindest Teile des Clubs mit Strom versorgt. 8. Ganz neu ist die Idee mit dem Stromerzeuger-Clubben nicht. Schon vor zwei Jahren gab es in Rotterdam die Party „The Critical Mass“ in einem umweltverträglichen Club. Das Prinzip war das Gleiche. Allerdings war die Party eine einmalige Veranstaltung. 9. Premiere der ersten ist am Donnerstag kommender Woche. 10. Club4Climate will – bei Erfolg – demnächst auch in New York eine Filiale öffnen.

Text: penni-dreyer - Foto: dpa, privat

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