The beat goes on.

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Illustration: Julia Schubert

mardou.de New York ist ein Hexenkessel aus Jazz, Drogen und Soldaten, die aus dem zweiten Weltkrieg zurückkehren oder erst noch dorthin müssen, als dort 1943 die Schriftsteller Allen Ginsberg, Jack Kerouac und der zwölf Jahre ältere William S. Burroughs aufeinandertreffen. Die drei beginnen mit Drogen zu experimentieren, nehmen Ecstasy, Benzedrine und Morphium, bilden die Keimzelle der so genannten Beatgeneration; doch während Ginsberg und Kerouac Erfolge feiern, bleiben Burroughs’ Texte zunächst unbemerkt. William S. Burroughs wurde am 5. Februar 1914 in St. Louis, im US-Bundesstaat Missouri, geboren. Seinen Namen erbt er von seinem Großvater, dem Erfinder des Taschenrechners. Mit Zahlen hat der jungen William jedoch nicht viel am Hut. Seine Welt sind Bücher und Buchstaben, mit 15 veröffentlicht er seinen ersten Text. Burroughs studiert bis 1936 in Harvard, 1943 zieht er nach New York. 1944 wird er Zeuge eines Mordes. Er meldet diesen nicht der Polizei und wird daraufhin kurze Zeit festgenommen. Später schreibt er zusammen mir Kerouac den Roman „And the Hippos Were Boiled in their Tanks“ über den Mord, der bis heute nicht veröffentlicht worden ist. Im September ’51 bringt Burroughs Joan Vollmer, seine Freundin und die Mutter seines Sohnes, bei einer Party um, als er ihr – Wilhelm Tell zum Vorbild nehmend - ein Cocktailglas vom Kopf schießen will. William S. Burroughs reist 1953 nach Kolumbien und zieht ein Jahr später nach Tanger in Marokko. Seine Drogensucht wird schlimmer. Nur mit der Hilfe von Jack Kerouac, der seine handschriftlichen Texte abtippt, kann er 1959 das Buch „The Naked Lunch“ vollenden. In Tanger trifft er auch auf den LSD-Vorstreiter Timothy Leary. Erst 1974 zieht Burroughs zurück in die USA, zunächst nach New York und später auf’s Land nach Lawrence, Kansas. Dort stirbt William S. Burroughs am 2. August 1997 im Alter von 83 Jahren an einem Herzschlag.

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