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The O. Sea Lions

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Foto: ProSieben (Bearbeitung: dirk-schmidt) Das Leben in Newport Beach, wie es uns die Fernsehserie „O.C., California“ zeigt, scheint so wunderbar zu sein: Im Mercedes zur Schule fahren, mit schönen Menschen rumhängen, Kaffee trinken, zum Strand fahren, reiche Eltern haben und abends im „Bait Shop“ bei Konzerten von Modest Mouse und Rooney rumknutschen. Das reale Leben in Newport Beach (südlich von Los Angeles gelegen) sah bis vor kurzem genauso aus: Wohlhabend, sonnig und unbeschwert. Doch dann - kamen die Seelöwen. Hunderte der bis zu 400 Kilo schweren Tiere lungern seit etwa einem Monat im Jachthafen herum und kotzen und defäkieren dort auf die Promenade und die Nobelschiffe. Nachts rauben die überwiegend männlichen Tiere durch ihr Geschrei den reichen Kaliforniern den Schönheitsschlaf, tagsüber treiben sie lustigen Schabernack: So wie neulich, als 18 Seelöwen gleichzeitig auf eine beinahe 100 Jahre alte Luxusjacht kletterten – und sie so versenkten. Die Bewohner von Newport Beach haben schon so gut wie alles ausprobiert, um die geschützte Spezies zu vertreiben: Wasserspritzpistolen, Gummigeschosse, Fiepstöne aus Unterwasserlautsprechern und ein Boot, das wie ein Killerwal bemalt wurde und als eine Art Seelöwenscheuche fungieren sollte. Funktioniert hat nichts davon. Selbst Tiere, die auf eine über 100 Meilen entfernte Insel im Norden gebracht wurden, sonnten sich eine Woche später wieder in Newport Beach. Ungewiss bleibt, ob sich das Fernsehen ein Vorbild an der Realität nimmt und die glitschigen Riesen in der dritten Staffel von „The O.C.“ auftauchen, die demnächst in den USA anläuft.

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