Türkischer Telefonsex

Wie bekommt man 50 000 Euro in einem Monat zusammen? Elviz (Denis Moschitto) muss sich dringend etwas einfallen lassen, denn das Grundstück seiner Mutter Gülbahar (Emine Sevgi Özdamar) steht auf dem Spiel.
moritz-remig

Wie bekommt man 50 000 Euro in einem Monat zusammen? Elviz (Denis Moschitto) muss sich dringend etwas einfallen lassen, denn das Grundstück seiner Mutter Gülbahar (Emine Sevgi Özdamar) steht auf dem Spiel. Der junge Türke aus Hamburg lebt noch bei seinem älteren Bruder Tarik (Hilmi Sözer) und besitzt einen Club. Die Polizei schließt den Laden und Elviz steht vor der Pleite. Denn sein Onkel Cengiz (Meray Ülgen) hat ihm 50 000 Euro geliehen, die der junge Türke nun schleunigst zurückzahlen muss. Als Sicherheit für den Kredit hat Elviz nämlich das Grundstück seiner Mutter an der türkische Riviera geboten. Der Onkel wartet nur darauf deren Haus platt zu machen, um ein Fünf-Sterne-Hotel in den Himmel zu ziehen. Elviz und sein Kumpel Olaf (Martin Glade) gründen die türkische Telefonsex-Agentur „Süperseks“. Alles läuft bestens, bis plötzlich Anna (Marie Zielcke), die neue Freundin von Elviz, bei „Süperseks“ anheuert. Und dann steht Mutter Gülbahar auch noch vor der Tür... Der Film von Thorsten Wacker, der heute in die Kinos kommt, beleuchtet das türkische Leben in Hamburg-Altona auf eine erfrischende, witzige Weise. Bewusst spielt der Film mit Klischees und Vorurteilen. Dass die Geschichte einige Brüche aufweist, mag bei dieser Komödie fast verziehen werden. Die gute Kameraführung und schöne Bilder von Hamburg entschädigen dafür. Herausragend spielt Hilmi Sözer den Tarik. Während Onkel Cengiz stets überzeichnet und unglaubwürdig wirkt, wird Tarik glaubwürdig und mit Witz von Sözer gespielt. Sehenswert sind auch die Hauptdarsteller Denis Moschitto und Marie Zielcke. Es sind kleine Einfälle, Andeutungen und Gesten, die diesen Film ausmachen. Mehr davon hätte nicht geschadet.

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