Urge fordert iTunes zum Download-Duell

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Bereits im Dezember hatten MTV und Microsoft angekündigt, gemeinsam den iPod und das zugehörige Abspielsystem iTunes anzugreifen. Den Worten folgt jetzt ein zwei Millionen Songs starker Online-Musicladen „mit achtzehn Genres und zahllosen Stilen“. Der einzelne Song kostet bei urge.com ebenso wie bei iTunes 99 Cent. Neben dem Einkauf pro Track bietet Urge zwei weitere Modelle an: „Urge All Access“ (für 9,95 Dollar pro Monat) sowie „Urge All Access to go“ (für 14,95 Dollar pro Monat).

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Illustration: Julia Schubert

Screenshot der Startseite von urge.com All das kann man jedoch nur mit dem ebenfalls neuen Windows Media Player 11 nutzen. Den hatte Microsoft-Chef Bill Gates bereits Anfang des Jahres auf der Consumer Electronics Show in Las Vegas präsentiert, als der die Ära des digitalen Lifestyles ausrief. Mit dem Windows Media Player 11 kann der Urge-Kunde seine Bibliothek verwalten und abspielen, CD rippen und brennen und Videos anschauen. Zu dem soll über die renovierte Benutzeroberfläche auch eine verbesserte Verbindung zu mobilen Playern ermöglicht werden.

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Illustration: Julia Schubert

Screenshot der neuen Bediener-Oberfläche des Windows Media Player 11 Vor allem mit diesem Angebot versucht Microsoft die Vormacht-Stellung des iPod zu gefährden. Ob das gelingt? Der für den neuen Windows Media Player zuständige Manager wird mit den optimistischen Worten zitiert: „Vergessen Sie nicht, dass der digitale Markt bislang nur fünf Prozent des gesamten ausmacht. Das Segment steckt noch in den Kinderschuhen.“ Um (das bisher nur englischsprachige) Urge benutzen zu können, braucht der Musikliebhaber allerdings robustes Schuhwerk. Die Anforderungen, um Urge und den Media Player zu installieren: Breitband-Zugang zum Internet, Windows XP mit Service Pack 2 oder besser sowie Internet Explorer 6.0.

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