Vielleicht braucht mich ja Australien?

Unsichere Arbeits-Zeiten - der jetzt.de-Schwerpunkt zur Zukunft unserer Arbeit. Wie werden wir künftig arbeiten? Wenn es bei uns keine Jobs mehr gibt - müssen wir dann alle gehen? Hier eine kleine Übersicht zum Thema "Auswandern für einen Job"
jula-doebner

1. Insgesamt wanderten im Jahr 2004 ziemlich genau 150.000 Deutsche aus, während es im Jahr 2002 nur 118.000 waren. Experten vermuten, dass ein Großteil der Menschen wegen eines Jobs ausgewandert ist. Die genaue Zahl ist allerdings statistisch nicht erfasst. Auch stecken hinter diesen Zahlen nur jene Menschen, die sich in Deutschland offiziell abmelden. Viele wollen sich aber eine Tür nach Hause offen lassen - und melden sich erst gar nicht ab. 2. Die Europa-Service-Center gibt es in jedem Bundesland. Sie klären über Arbeitsmöglichkeiten in Europa auf und bereiten Deutsche mit Sprachkursen und Bewerbungstraining aufs europäische Ausland vor. Am 29. September 2006 findet in Leipzig die EURECA 2006 statt, die europäische Jobmesse der Bundesagentur für Arbeit. Der Europaservice ist auch bis 2. Juni auf Infotour, jeden Tag in einer anderen Stadt. Wo er wann zu treffen ist, steht auf hier. 3. Jobs im außereuropäischen Ausland vermittelt die Zentralstelle für Arbeitsvermittlung (ZAV) der Bundesagentur für Arbeit in Bonn. 4. Die zehn beliebtesten Länder der deutschen Auswanderer: 1. USA, 2. Schweiz, 3. Polen, 4. Österreich, 5. Großbritannien, 6. Frankreich, 7. Spanien, 8. Niederlande, 9. Italien, 10.Belgien. 4. Die neuen Auswanderer sind vor allem Menschen, die Ausbildungen hinter sich haben, so zum Beispiel Maurer, Dachdecker, Kellner, Bauern, Erzieher, Metzger oder Pfleger. 5. Australien wirbt seit August in einer großen Kampagne deutsche Fachkräfte an. Die Anzahl der Programmplätze wurde dieses Programmjahr weltweit um 20.000 auf 97.500 Plätze erhöht. Es werden nicht nur Anästhesisten, Hautärzte, Physiotherapeuten, Radiologen und Psychiater gebraucht, auch Köche, Automechaniker, Klempner und Elektriker fehlen. Die vollständige Liste der benötigten Fachkräfte findet sich hier. 6. Wer wird wo gebraucht? Weltweit: Fachkräfte im Baugewerbe, in der Gastronomie, im Handwerk, medizinische Berufe Neuseeland: Vor allem Bauingenieure, Friseure, Köche, Schweißer, Maurer, Schlosser, Dreher, Tischler, Schreiner, Elektriker und Automechaniker Kanada: Fachkräfte für den Bau, Köche, Bäcker und Lkw-Fahrer. Schweiz und Österreich: Fachkräfte am Bau, Saisonkräfte für Restaurants und Hotels; speziell die Schweiz sucht Ärzte und Krankenschwestern Großbritannien: Ärzte, Krankenschwestern, Sozialarbeiter Irland: Call-Center-Mitarbeiter, Buchhalter Schweden: auch in Schweden werden Ärzte, Zahnärzte und Krankenpflegepersonal benötigt Lettland: aufstrebende Branchen sind die Informations- und Telekommunikationsbranche, Transport, Logistik und der Tourismus Litauen: Besonders gefragt sind Manager im Bauwesen und Ingenieure, außerdem Fachkräfte in den Bereichen Klima-, Heizungs- und Kühlanlagen sowie Gasversorgung und Geodäsie. Aber auch im Gesundheitswesen, bei Finanzdienstleistungen und im IT-Sektor kann die Nachfrage nicht mehr mit einheimischen Arbeitskräften befriedigt werden. Norwegen: Ärzte und Psychologen in den ländlichen Gebieten in Nord-Norwegen; ansonsten Zahntechniker, Beton- und Stahlbetonbauer, Sanitärklempner, Gas- und Wasserinstallateure, Ingenieure, Verkäufer und Vertreter, Zimmerer und Tischler, Garten- und Landschaftsbauer, Lkw- und Fernfahrer, Lackierer und Schweißer. Niederlande: Ingenieure, Ärzte, medizinisches Pflegepersonal, Verkaufspersonal, IT-Spezialisten sowie gering geschultes Personal für die Landwirtschaft und Gastronomie

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