Was man mit Google Earth machen kann

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geheime Militäranlagen enttarnen Ist so gerade in Schweden geschehen. Bei Google Earth kann man eine Radio-Anlage des schwedischen Geheimdienstes sehen, die bei anderen Bilddatenbanken nachträglich retuschiert wurde. Werbung Das Tittenblättchen MAXIM hat es mit einem riesigen Poster seiner Jubiläumsausgabe vorgemacht. Wir wollen statt dessen aber lieber politische Botschaften oder Liebeserklärungen in Maisfelder schnitzen.

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Illustration: Julia Schubert

Schönere Wege finden Seit ewig und drei Tagen geht man immer den gleichen Weg zu Schule / Uni /Arbeit. Jetzt kann man genau nachschauen, ob es nicht doch eine Abkürzung durch einen Hinterhof gibt oder einen Geheimpfad durch den Wald. Makler enttarnen Die Wohnungsanzeige in der Zeitung klingt super, nur das Adjektiv „verkehrsgünstig“ irritiert ein wenig. Schnell die Adresse bei Google Earth eingegeben und man versteht: links neben der Wohnung ist die Autobahnauffahrt und rechts donnert die S-Bahn vorbei. Sehr urban. Danke, aber danke, nein.

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Illustration: Julia Schubert

Urlaube planen Im Katalog steht beim günstigen Hotelzimmer: „leider kein Bild verfügbar, vertrauen Sie uns dennoch.“ Statt nach dem Urlaub bei einem Privatsender die Fotos vom kaputten Pool und der Großbaustelle nebenan einzureichen und mit rotem Gesicht über den verpatzten Urlaub zu klagen, kann man auch einfach nachschauen, ob man in einer Bettenburg oder in einem malerischen Familienbetrieb absteigen wird. Vorurteile bestätigen lassen (oder auch nicht) Hat tatsächlich jeder Amerikaner einen Pool im Hintergarten? Gibt es in der Wüste wirklich nichts?

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Illustration: Julia Schubert

Verschwörungstheorien bestätigen lassen (oder auch nicht) Existiert die Area 51? Kann man Guantanamo Bay sehen? Und ist das nur Einbildung oder haben es die Google Earth-Macher bei den Wohngebieten, in denen die Reichen und Berühmten wohnen, so eingerichtet, dass man nicht ganz nah hinkommt? Stadtplanung neu kapieren Warum, fragt man sich oft, muss ich in meinem bescheuerten Stadtviertel auf der Suche nach einem Parkplatz eigentlich immer im Kreisverkehr herumeiern? Schaut man sich das Ganze dann auf Google Earth an, merkt man, dass sich der Stadtplaner etwas dabei gedacht hat. Von oben sieht das Viertel aus wie ein lustiger Kreisel und man akzeptiert vor lauter Begeisterung, dass einem bei der Parkplatzsuche schwindelig wird.

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Illustration: Julia Schubert

Cyberstalking Wenn man weiß, wo zum Beispiel Oliver Kahn wohnt, kann man in seinen Vorgarten reinschauen und sich freuen, dass da ganz viel Spielgeräte aufgebaut sind. Oder mal im Anwesen von Melinda und Bill Gates vorbeischauen. Auch kein Problem. Und da können sie die Hecken so hoch ziehen wie sie wollen. Von oben sieht man den Reichtum genauso gut. Verlorene Dinge wieder finden Vor der letzten Kneipentour das Auto abgestellt und vergessen, wo? Dank Google Earth muss man nur ca. drei Monate warten (so lange dauert es, bis neue Bilder reingeladen werden) und schon kann man die Straßen der Umgebung nach dem Silberblitz absuchen und muss nicht einmal vor die Tür. Raten Und natürlich kann man mit Google Earth auch ein hervorragendes Rate-Spiel machen.

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