Zehn Dinge für den guten Zweck

Die Werbung behauptet, dass man für die gute Sache nur Bier trinken muss. Stimmt nicht. Man kann auch Grünkohl essen, Ausreden erfinden oder sich ein Paar schottische Regenbogenforellen ins Gesicht hauen lasen. Eine Übersicht über gute Absichten:
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1. Fische ins Gesicht Die Studentin Lucy Berry ersteigerte für sich auf Ebay ein einmaliges Erlebnis. Für 210 Pfund ließ sich Spendensammler Ben Fillmore Mitte August am Speaker's Corner von ihr mit zwei frischen schottischen Regenbogenforellen ins Gesicht schlagen. Was als Hommage an einen Sketch der Komiker-Truppe Monty Python gedacht war, sollte auch einem guten Zweck dienen. Fillmore will mit dieser und ähnlichen Aktionen 10.000 Pfund für eine Schlaganfall-Hilfsorganisation verdienen.

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Illustration: Julia Schubert

2. Flirten Die Schauspielerin Jessica Biel versteigerte ein Date für den guten Zweck. Genauer gesagt für die 18-jährige Molly Bloom, die im bei einem Autounfall ein Bein verlor. Biel will mit der Aktion Molly und ihre Familie finanziell entlasten. Im Juli 2006 endete die Versteigerung mit einem Höchstgebot von 30.000 Dollar. Das soll angeblich der Vizepräsident einer Öl- und Gas-Company abgegeben haben. 3. Ausreden Noch arbeitet er daran, aber bald will er soweit sein: Der Vertriebscoach und Fachbuchautor Stephan Scharfenorth will einen Katalog mit originellen Ausreden zusammenstellen, aus dem ein Buch werden soll. Die Einnahmen gehen an einen noch nicht näher bezeichneten guten Zweck. 4. Grillen Weil Sportstudenten Wettkämpfe lieben, veranstalteten vier Sportstudenten aus Münster eine Wurst-Wette. Am 19. Juni 2004 sollten 1000 Würste in 12 Stunden gegrillt und verzehrt werden. Da dies alleine nicht zu schaffen war, hatten die Studenten noch 46 weitere Grillbegeisterte überzeugt, jeweils 20 Würstchen zu jeweils 100 Gramm zu verzehren. Bei Würstchen 809 war aber Schluss. Sponsoren zahlten für jede verzehrte Wurst mindestens einen Euro, insgesamt wurden über 10.000 Euro eingenommen. Das Geld wurde an die Kinderkrebshilfe in Münster gespendet. 5. Fotografieren Die Stadt Hamburg will mit ihrer Aktion "Hamburg zeigt Gesicht" das größte digitale Fotoalbum der Welt begründen. Einwohner und Touristen sollen ein Bild von sich senden und eine Spende von 5 Euro dazu geben. Die Fotos werden dann auf der Seite Hamburg zeigt Gesicht veröffentlicht. Die Einnahmen kommen der Deutschen Muskelschwundhilfe zugute. 6. Caipirinha trinken In der Ingenieurs-Uni in Kassel verbindet man gerne Spaß und Wohltätigkeit. Dort ist es Tradition, während der Semesteranfangsfete Caipirinha für den guten Zweck zu trinken. Dieses Jahr findet das große Trinken am 20. September 2006 statt. Der Erlös geht dabei an das Projekt Hoffnung, ein Straßenkinder-Hilfs-Projekt in Ecuador. 7. Verbiegen für den guten Zweck Die Möglichkeit Power-Yoga zu lernen und dabei etwas für Gutes zu tun – Motto: Verbieg Dich für einen guten Zweck! – bietet die Innungskrankenkasse Sachsen. Die Teilnehmer spenden dabei für die Kurse zehn Euro. Der Erlös der Veranstaltung kommt der UNICEF-Aktion "Bringt die Kinder durch den Winter!" zu Gute, mit der obdachlosen pakistanischen Erdbebenopfern geholfen werden soll, den Winter in den Bergregionen zu überleben. 8. Grünkohl essen Am 12. Februar 2005 wurde auf dem Geestemünder Wochenmarkt, in Bremen zum Grünkohlessen eingeladen. Der Reinerlös des ungewöhnlichen Charity-Dinners ging an die Deutsche Knochenmarkspenderdatei und damit dem Kampf gegen die Blutkrankheit Leukämie. 9. Kuchen essen Das man nicht immer Gemüse essen muss, bewies der Weltkuchentag , der am 3. Juni 2006 zum ersten Mal in München stattfand. An fünf Kuchenständen verkauften feiwillige Helfer Kuchen. Der Erlös ging an Hilfsprojekte aus Asien, Afrika, Amerika, Australien und Europa. 10. Jobben Fast 400.000 Schüler aus ganz Deutschland testeten am 22. Juni 2006 einen Tag lang das Arbeitsleben, statt in die Schule zu gehen. An dem so genannten "Sozialen Tag" arbeiteten sie als Briefträger, Radiomoderator, Putzkraft oder Bürohilfe. Deutschlandweit wurden so über vier Millionen Euro erarbeitet. Damit unterstützen die Schüler Gleichaltrige in Entwicklungsländern. Ihren Lohn spenden die Kinder und Jugendlichen für weltweite Hilfsprojekte, wie die "Aktion Tagwerk" und "Schüler helfen Leben" und viele andere. Foto:afp

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