Reingehört mit Rockformation Diskokugel, The Micragirls und anderen

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The Micragirls – Feeling Dizzy, Honey (Bone Voyage) Diese Finninnen machen 1A-super-Garage-Rock’n’Roll mit Schmutz und Orgel. Herrlich anzuhören und auch nicht gerade unangenehm anzuschauen. Sie heißen „The Micragirls“, das Album „Feeling Dizzy, Honey“. Risu spielt Schlagzeug und heult wie ein läufiger Wolf dazu, Mari spielt Gitarre und schreit sich die Lunge aus dem Leib und Kata dudelt auf der Orgel rum und ruft laut dazu. Großartig sehen an diesen Damen auch ihre extra angefertigten Klamotten aus. Und am tollsten ist: die können nicht nur spielen - die können sehr gut spielen. Die CD ist wie ein Doppelalbum aufgemacht mit zwei CDs, auf denen jeweils acht Songs sind. Schön und kaufenswert. Echt jetzt. Versprochen.

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Illustration: Julia Schubert

The Court & Spark – Hearts (BB*ISLAND) "Hearts" ist eine äußerst elegische Southern-Rock-Angelegenheit aus Kalifornien. Musik für Kunststudenten, die ihren Abschluss schon in der Tasche haben. Sehr hörbar, sehr gut, mitunter ein kleines bisschen fad. Aber eine Platte voller guter bis mittel-guter Songs. Die Protagonisten der Band kennen sich schon seit 14 Jahren, als sie gemeinsam in Santa Barbara an der Uni sich kennen lernten. Die erste Band hieß „Ex-Ignota“, die sich vor allem im Noise- und Hardcore-Bereich einen Namen machten und das Genre mal om Vorbeigehen ein wenig durchmischten. Als ihrem Tourmobil die Räder abfielen, war es auch mit der Band vorbei. Und auf einmal hatten sie Zeit, die Musik zu machen, die sie wirklich mochten. Als sie nach San Francisco zogen, änderte sich ihr Name in „The Court & SPark“, lernten den Steelgitarristen Tom Heyman kennen und begannen, so richtig zu arbeiten. „Hearts“ ist ihr viertes Album. Es ist gut. V.A. – A Broke Down Melody (Brushfire Records) "A Broke Down Melody" ist der Soundtrack zu einem Surfer-Film, den Jack Johnson gedreht hat. Sehr entspannte Musik für alle Gelegenheiten, die sich mit einem Latte Macchiato verbinden lassen. Also eigentlich immer. Auf der CD sind einige unveröffentlichte Stücke drauf: zwei von Johnyon, eines von Eddie Vedder und Doug Martsch von Built To Spill. Außerdem sind noch die Kings Of Convenience dabei, Johnny Osborne und dem Tango-Altmeister Astor Piazolla. Eine ausnehmend unaufgeregte Angelegenheit.

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Illustration: Julia Schubert

Rockformation Diskokugel – Anarchie und Montag (ata tak) Diese guten Herren verkehren seit gut zehn Jahren miteinander, auch musikalisch. Sie sind eine gute Band, die schon das Vertrauen des Sportfreunde Stiller-Managers Marc Liebscher, der Fehlfarben und der taz gewonnen haben. Ihr aktuelles Album ist ein doppeltes mit 23 Songs und einem Video. Was genau das ist, lässt sich schlecht sagen, viel Funk, viel Disko, viel Herumgebrülle in der Gummizelle. Das ist dann zum Teil sehr gelungen (Helmut, Mehr Soul), zum Teil irgendwie albern (Gunter, lackier' deine Gitarre um!) und zum Teil schwer verstörend (Sigmund Freud Song). Aber immer sehr überraschend. Und das ist ja auch schon mal ein durchgehendes Qualitätsmerkmal.

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