Klatsch, Tratsch und zwei bis vier Schlager

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Ike Turner, der Entdecker (und schlechtester Ehemann) von Tina, ist am Mittwoch im Alter von 76 Jahren in San Diego gestorben. Trotzdem er eine sehr umstrittene Figur war, wollen wir ihm zu Ehren mit dem angeblich ersten Rock’n’Roll-Stück überhaupt beginnen, das er 1951 aufgenommen hat. Es heißt "Rocket 88" und klingt so:

Ike Turner war – abgesehen von seiner wichtigen Rolle in der Geschichte des Rock’n’Roll – eine tragische Figur. Die meiste Zeit seines Lebens war er Drogen- und Alkohol-abhängig. Und bisweilen auch im Gefängnis zu Gast. Die Ehe zu Tina Turner wurde 1976 nach 14 Jahren geschieden, danach hatten die beiden keinerlei Kontakt mehr. 1993 wurde die Ehe in der Verfilmung von Tinas Autobiographie „What’s Love Got To Do With It“ dargestellt und den meisten bleibt Ike Turner als finsterer Laurence Fishburne in Erinnerung, der seine Frau zu Auftritten prügelt und nebenher aus großen Eimern kokst. Trotzdem hier noch ein paar

sehenswerte

von Ike und Tinas Auftritten.

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„Meist schweißt es die Partner eher zusammen, wenn sie gemeinsam die Depression überstehen”, sagt Dr. Gabriele Pitschel-Walz.

Illustration: Julia Schubert

Und Britney so? Jeden Tag werde ich von unzähligen Menschen gefragt: „Was geht’n jetzt eigentlich mit der Britney?“ Woraufhin ich Luft hole und sage: Es ist so: Britney sollte sich ja eigentlich gerade darum kümmern, das Sorgerecht für ihre Kinder zurück zu erhalten (ausgemacht mit ihrem Exgatten war eine halbe-halbe-Regelung, die dann aber zu K-Feds Gunsten geändert wurde, weil der Richter Britneys alkoholischer Freizeitgestaltung nicht traute). Da wäre es ganz schön schlau gewesen, wenn Fräulein Spears gestern zu einem vom Gericht angeordneten Termin erschienen wäre, wo sie befragt werden sollte. Hat sie aber dann bleiben lassen, wegen „akuter Angstanfälle“. Grund der Anhörung war, dass der Richter endlich mal aus ihrem Mund erfahren wollte, wie sie es denn nun hält mit Alkohol und Drogen. Ihre gestrige Weigerung hat verständlicherweise die Gegenseite verärgert, die jetzt erwägt, ihr das weihnachtliche Besuchsrecht zu verweigern. Ansonsten haben ein paar Magazine ein bisschen in der Vergangenheit von Britneys gegenwärtigem Begleiter herum geschnüffelt. Der Herr nennt sich Sam Lufti (eines von vielen Alias) und hat in seinem kurzen Leben schon zwei einstweilige Verfügungen eingesammelt. Außerdem gibt er sich als Produzent aus, war in Wahrheit aber nur Laufbursche am Set. Dennoch hat der Mann es geschafft, sich zum Vertrauten und Pressesprecher von Britney in Personalunion zu machen und spricht sehr gerne in ihrem Namen mit der Presse. Die wiederum spekulieren momentan über Schwangerschaften, Spontan-Hochzeiten und weitere Drogen-Exzesse.

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„Meist schweißt es die Partner eher zusammen, wenn sie gemeinsam die Depression überstehen”, sagt Dr. Gabriele Pitschel-Walz.

Illustration: Julia Schubert

Arbeits-Unfälle häufen sich auch im Show-Business Was alles so im Show-Business passieren kann, man kann es sich ja gar nicht vorstellen, wie gefährlich das ist. Passt man mal eine Minute nicht auf, schon hüpft das unwichtigste der „Spice Girls“, Emma Bunton, von der Bühne und humpelt seitdem an Krücken durch die wenig begeistert angenommene Reunion-Tour. Und jetzt hat es auch noch die legendäre Liza Minelli erwischt. Während eines Konzerts in Schweden ereilte die Gute ein Schwächeanfall, woraufhin sie von der Bühne purzelte. Zum Glück wurde sie von einem hilfreichen Geist aufgefangen und ist schon wieder auf dem Weg nach Hause. Toll, jetzt hasst sie Europa bestimmt.

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„Meist schweißt es die Partner eher zusammen, wenn sie gemeinsam die Depression überstehen”, sagt Dr. Gabriele Pitschel-Walz.

Illustration: Julia Schubert

Ein paar Outing-Überraschungen Das sind mal wirklich sehr interessante und auch gute Nachrichten: In den vergangenen Tagen haben sich gleich zwei bekannte Schauspielerinnen (quasi) geoutet. Bei einer Preisverleihung in Los Angelese dankte Jodie Foster ihrer Lebensgefährtin Cydney Bernard dafür, dass sie ihr in schlechten, wie in glücklichen Zeiten an der Seite stehe. Und fast gleichzeitig wurde auch das Gerücht laut, dass die Schauspielerin und Rapperin Queen Latifah sich outen werde und sich sogar mit ihrer als Fitness-Trainerin getarnten Freundin verloben wolle. Queen Latifah hat mittlerweile schon wieder einen Rückzieher gemacht und gegenüber der „Chicago Sun-Times“ zumindest eine Hochzeit der beiden dementiert. Eher aus Versehen wurde dagegen Ricky Martin von seinem Visagisten geoutet. Der hatte sich gegenüber einem schwedischen Magazin verplappert und gesagt, Martin ginge mit seiner Sexualität mittlerweile offener um. Auf der nächsten Seite: Jack Bauer verhaftet, Marc Jacobs bekloppt, "Lost in Translation"-Geheimnis gelüftet!


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„Meist schweißt es die Partner eher zusammen, wenn sie gemeinsam die Depression überstehen”, sagt Dr. Gabriele Pitschel-Walz.

Illustration: Julia Schubert

Kiefer Sutherland würde Jack Bauer stolz machen Der gute alte Kiefer, alias Jack Bauer, hat vorvergangene Woche seine 48-tägige Haftstrafe angetreten. Die hat ihm ein Richter aufgebrummt, weil er betrunken Auto gefahren war. Auch Weihnachten und Silvester wird der Schauspieler in der Zelle verbringen. Und wie vertreibt sich der Gute die Zeit? Momentan wäscht er Wäsche weiß, faltet Laken, trocknet Handtücher und was es sonst noch zu tun gibt. Das ist sehr vorbildlich und außerdem schult es den Geist. Und wenn ihm das zu fade wird, kann er auch seine Fanpost beantworten. Momentan bekommt er am Tag über 100 Briefe. Toll! Wenn Kiefer wieder raus ist, wird vermutlich die siebte Staffel von 24 gedreht. Wenn, ja wenn der Streik der Drehbuchautoren dem Vorhaben nicht einen Strich durch die Rechnung macht. X-ter Beweis, dass Modedesigner Marc Jacobs nicht mehr alle Tassen im Schrank hat Siehe Bild:

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„Meist schweißt es die Partner eher zusammen, wenn sie gemeinsam die Depression überstehen”, sagt Dr. Gabriele Pitschel-Walz.

Illustration: Julia Schubert

Das größte Rätsel der Menschheit: gelöst Naja nicht ganz, aber immerhin. Irgendjemand hat sich die Mühe gemacht, herauszufinden, was Bill Murray Scarlett Johannson am Ende von „Lost in Translation“ ins Ohr flüstert. Wenn du es rausfinden möchtest, dann schau dir den

an. Aber um ehrlich zu sein: Wenn du dir den Film nicht verderben lassen willst, lass es lieber bleiben.

Die sind ihr Geld nicht wert Die Zeitschrift für Moneten-Angelegenheiten „Forbes“ hat eine Liste für Menschen mit Hang zur Schadenfreude kompiliert. Sie versammelt die Schauspieler, die viel zu hoch bezahlt sind für den miesen Job den sie abliefern. Fies: die beiden ersten Plätze werden von Australiern besetzt. Russel Crowe und Nicole Kidman. Ehrenhalber genannt werden noch die Komiker Adam Sandler, Jim Carrey und Will Ferrell.

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„Meist schweißt es die Partner eher zusammen, wenn sie gemeinsam die Depression überstehen”, sagt Dr. Gabriele Pitschel-Walz.

Illustration: Julia Schubert

Ein kleines, aber wichtiges Jubiläum Heute wäre der Musiker Charlie Rich 75 Jahre alt geworden (wenn er nicht schon vor zwölf Jahren gestorben wäre).Zufällig ist er mein Lieblings-Musiker, deshalb will ich ihn kurz vorstellen: Einigen ist er vielleicht durch das unsagbar grausame Lied „The Most Beautiful Girl In The World“ ein Begriff. Aber davon darf man sich bitte, bitte nicht abschrecken lassen! Charlie Rich war einer der vielseitigsten Musiker überhaupt. Er machte Jazz, Blues, Country, Rockabilly, Countrypolitan, quasi alles außer Hardrock. Er wuchs auf einer Farmer in der Nähe von Memphis auf und lernte früh Klavier. Während seiner Militärzeit hat er dann eine Band gegründet – die „Velvetons“. Ohne sein Wissen schickte seine Verlobte und spätere Frau Margaret-Ann ein paar Aufnahmen an Sam Philipps (der SUN-Label-Betreiber, der schon Elvis, Johnny Cash, Jerry Lee Lewis, etc. entdeckt hatte) und der war beeindruckt. Allerdings wollte er Rich zu einem Country-Sänger machen, was dem als Blues-Begeistertem nicht gerade lag. Trotzdem begannen sie eine Zusammenarbeit und Philipps war davon überzeugt, in ihm einen ähnlich großen Star wie Elvis entdeckt zu haben. Richtig erfolgreich wurde Rich nicht. Das lag zum Teil an ihm selbst. Er war ein eher zurückhaltender, schüchterner Mann, der gegen extrovertierte Performer wie Elvis keine Chancen hatte. Dazu hatte er sein Leben lang mit einem Alkoholproblem zu kämpfen, was ihm immer wieder einen Strich durch die Rechnung machte. Nach einem mittelmäßigen Erfolg mit „Lonely Weekends“, einem Uptempo-Stück, verließ er SUN, und dann kamen die wirklich miesen Jahre. Er war bei mehreren Labels, die nacheinander pleite gingen, dann wieder wurde er falsch vermarktet, weil seine Vielseitigkeit sich nicht verkaufen ließ. Erst in den 70er Jahren kam er zu „Epic“ und wurde von dem Monster-Produzenten Billy Sherrill noch einmal komplett neu erfunden. Für ihn und die Musik, die die beiden zusammen machten, wurde der Begriff „Countrypolitan“ geprägt. Eine Stilrichtung des Country, die die Musik städtischer und leichter genießbar machen sollte. Was im Endeffekt auf Streicher-Orgien und totale Glattbügelung hinauslief. Egal – Charlie Rich war wenigstens endlich bekannt und erfolgreich. Bis er – sturzbetrunken – auf einer Preisverleihung als Laudator auftrat und aus Protest gegen die Auszeichnung von John Denver den Umschlag anzündete. Danach war wieder alles schwierig und Rich wurstelte sich so durch. Anfang der Neunziger Jahre machte er mithilfe des Pop-Journalisten Peter Guralnick eine letzte (großartige) Jazz-Platte und starb kurz darauf an einer Lungenembolie Was ich eigentlich sagen wollte: Falls du Geld und Lust hast, kauf dir eine seiner Platten – bevorzugt aus den SUN-Zeiten oder der Hi-Records-Ära. Oder schau dir diese Videos an:

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