UN-Experten: Julian Assange in "willkürlicher Haft"

Schnell informiert: Was die Entscheidung für den Wikileaks-Gründer bedeutet.
assange 2012
Foto: Olivia Harris/Reuters
  • ​​Eine UN-Arbeitsgruppe hat erklärt, dass der Aufenthalt von Wikileaks-Gründer Julian Assange in der ecuadorianischen Botschaft einer "willkürlichen Inhaftierung" gleichkommt.
  • Der 44-Jährige ist vor mehr als drei Jahren in das Gebäude in London geflüchtet. Assange selbst hatte 2014 die Beschwerde eingereicht. Ob er nun wie angekündigt die Botschaft verlässt, gilt als unwahrscheinlich. 
  • Die UN-Experten fordern von Schweden und Großbritannien nun, dass Assange sich frei bewegen kann und entschädigt wird.
  • Assange will nun seinen Pass zurückverlangen.
  • Ecuador fordert Entschädigungszahlungen, weil das Land Assange in der Botschaft 40 Monate Schutz gewährt hat.
  • Der Whistleblower hauste in der Botschaft auf etwa 20 Quadratmetern. Auf aktuellen Fotos sah er angeschlagen aus.
  • Gegen Assange läuft ein Haftbefehl aus Schweden (zwei weitere Vorwürfe sind  bereits verjährt). Er wird verdächtigt, dort 2010 zwei Frauen vergewaltigt zu haben. Assange bestreitet die Vorwürfe.
  • Er fürchtet außerdem, dass Schweden ihn in die USA ausliefern. Dort droht ihm eine Anklage wegen seiner Enthüllungsplattform Wikileaks, und möglicherweise jahrelange Haft  - so wie bei der Whistleblowerin Chelsea Manning. 
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